Archiv 8.August 2019

Das Dachfenster

Donnerstag, 8.August 2019

Dass hier einmal ein Bericht über den Einbau eines Dachfensters stehen würde, hätte ich auch nie gedacht. Aber nachdem wir die aktive Vermittlung von den Thassoshunden einstellen mussten, geraten jetzt andere Dinge in den Mittelpunkt unseres Lebens.
Nachdem wir aufwändig unseren Werkzeugschuppen, jetzt DIE WERKSTATT genannt, und den Fahrradschuppen renoviert hatten, wandten wir uns zwangsweise dem Velux-Dachfenster in unserem Haus zu.

Das alte Fenster ist noch drin, aber die beiden Innenverkleidungen sind schon abgebaut

Als wir vor 35 Jahren das Haus kauften, gab es da noch kein Dachfenster. Da wir aber im Dachgiebel eine Art Empore gebaut hatten, brauchten wir oben mehr Tageslicht, da meine frühere Frau Gabi dort ihrem Beruf nachging und ihre Textilentwürfe zeichnete. Es war sozusagen ihr Atelier.
Wir kauften ein Dachfenster im Baumarkt und ließen es von einem befreundeten Dachdecker einbauen.
Aber viel Freude hatten wir an dem Fenster nicht. Es war undicht und nach zwei Jahren beschlossen wir ein qualitativ hochwertiges Velux-Fenster einzubauen. Gesagt, getan.
Über dreißig Jahre hatten wir Freude an diesem Fenster, bis es bei zwei Unwettern doch ins Innere tropfte. Ob es am Fenster oder am mangelhaften Einbau lag, wage ich nicht zu entscheiden. Auf jeden Fall beschlossen wir das Fenster zu erneuern.

Das neue Dachfenster ist eingebaut und wir müssen jetzt sehen, wie wir die Maße angleichen

Wir maßen es aus und wollten bei Velux ein neues Fenster mit den selben Maßen bestellen. Zu unserem Erstaunen teilte man uns mit, dass dieses Format leicht abgeändert worden wäre. Das neue Fenster wäre ca. fünf Zentimeter breiter, dafür aber zehn Zentimeter kürzer.
Unser Dachdecker meinte, das wäre WAHRSCHEINLICH kein Problem, nur müsste die Innenverkleidung der Größe angepasst werden. Natürlich wäre es auch möglich, diese beiden Teile der Innenverkleidung bei Velux zu bestellen.
Das war leicht gesagt, aber unmöglich getan. Der Fensterrahmen bestand, passend zu unserem Innenausbau, aus hellem Holz. Die Innenverkleidungen für’s Fenster gab es jedoch  nur in weiß. Paff! Da stehst Du nur, staunst und schüttelst den Kopf.
Erste Möglichkeit: Einen Schreiner beauftragen, die Teile anzufertigen. Doch das war entschieden zu teuer. Zweite Möglichkeit: Die alte Innenverkleidung auseinandernehmen und dann durch Abschneiden und Hinzufügen von 1 – 2 Leisten wieder im neuen Maß zusammenzufügen.

Feinarbeit an der äußeren Innenverkleidung

Nach langem Überlegen und mit starken Zweifeln, ob wir dies schaffen würden, machten wir uns an die Arbeit, nachdem der Dachdecker das neue Fenster ohne Probleme eingesetzt hatte.
Ich will sie nicht langweilen: Wir haben es geschafft. Und Claudia gebührt da der Verdienst sich so lange da hineingekniet zu haben, bis alles 100% stimmte, wobei sie das Schneiden auf Gehrung fast zur Verzeiflung trieb. Ich muss gestehen, dass ich das mit einigem Schmunzeln verfolgte, weil ich mich erinnern konnte, dass ich vor 35 Jahre anfangs auch einige Stücke versemmelt hatte 🙂
Als wir den inneren Rahmen einsetzten hielten wir doch den Atem an. Würde er passen? Doch – er passte und wir atmeten erleichtert auf.
Jetzt mussten wir zusehen, dass der äußere Blendrahmen alles abdeckte, was sich durch die neuen Maße verändert hatte.

Fertig!

Und auch das schafften wir. Es war hauptsächlich die Arbeit von Claudia, die sich mit einem unglaublichen Eifer in diese knifflige Arbeit gestürzt hatte. Dabei muss bei ihr ja alles 100% sein. Und genau so war es auch dieses Mal.

Nächstes Mal schreibe ich über unser Hornissennest am Schlafzimmerfenster.

Donnerstag, 8.August 2019 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare