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Noch einmal das Thema ABSCHIED

Freitag, 18.Juni 2021

Jeder Haustierbesitzer muss sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass das geliebte Familienmitglied mit grosser Wahrscheinlichkeit vor einem sterben wird. Wenn du mit Hunden oder Katzen aufgewachsen bist, musstest du wahrscheinlich schon mehrmals Lebewohl sagen.
Leichter wird dieser Abschied mit der Zeit nicht. Besonders schlimm fällt es den meisten Haustierbesitzern, ihre tierischen Freunde einschläfern zu müssen.
Der Gedanke daran, seinem Vierbeiner beim Sterben zuzuschauen, kann einen krank machen. Dennoch sollten Haustierbesitzer in diesen Momenten stark sein – den Tieren zuliebe.
Leider haben nicht alle Herrchen und Frauchen den Mut und die Kraft, bis zum letzten Atemzug bei ihren Tieren zu bleiben. Sie sind nicht da, um den Übergang zu erleichtern, und ziehen es vor, dem Tierarzt die Arbeit ganz allein zu überlassen.
Nun hat ein Tierarzt, der anonym bleiben möchte, beschlossen, seine Gedanken über diese Entscheidung mit der Öffentlichkeit zu teilen.
Die Botschaft des Tierarztes:
„Als Haustierbesitzer ist es meist unvermeidlich, dass dein Haustier vor dir stirbt. Wenn ihr euer Haustier also zum Tierarzt bringen müsst, um ihm ein würdiges, schmerzfreies Ende zu bereiten, möchte ich, dass ihr alle etwas wisst.
Du warst IHR GESAMTES LEBEN LANG der Mittelpunkt ihrer Welt!!! Von deinem eigenen Leben waren sie vielleicht nur ein kleiner Teil, aber für sie warst du, ihre Familie, alles, was sie kannten. Es ist jedes Mal eine beschissene Entscheidung/ ein beschissener Tag/ eine beschissene Zeit, das lässt sich nicht leugnen, und es ist erschütternd für uns Menschen, sie zu verlieren. Aber bitte, ich flehe dich an, LASS SIE NICHT ALLEIN!
Lass sie den Übergang vom Leben in den Tod nicht in einem Raum voller Fremder, an einem Ort, den sie nicht ausstehen können, begehen. Was die meisten von euch nicht wissen ist, dass sie NACH EUCH SUCHEN, WENN IHR SIE ALLEIN LÄSST!!!!
Sie suchen jedes Gesicht im Raum nach ihren Liebsten ab. Sie verstehen nicht, warum du sie zurückgelassen hast, als sie krank, verängstigt, alt oder vom Krebs dahingerafft wurden und sie deinen Trost bitter nötig hatten.
Sei kein Feigling, weil du denkst, es wäre einfach zu schwer für DICH. Stell dir vor, wie es ihnen geht, wenn du sie in ihrer empfindlichsten Zeit verlässt. Leute wie ich sind jedes Mal aufs Neue bemüht, sie zu trösten, ihre Angst zu lindern und zu versuchen, ihnen zu erklären, warum du einfach nicht bleiben konntest.
„Text von einem müden Tierarzt mit einem gebrochenen Herzen.“
Freitag, 18.Juni 2021 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Was wir so alles erledigt haben!

Montag, 31.Mai 2021

Erst einmal uns selber……….! Das hört sich vielleicht witzig an, aber ich schreibe das nur mit einem leicht gequälten Lächeln.
Wir hatten uns schon jahrelang über die Grabungsarbeiten zweier unserer Hunde im Garten geärgert. Yanna ist da unschuldig. Mit ihren 17 Jahren und drei Monaten würden sie „Ausgrabungen“ total überfordern. Auch Bobby, den wir vor zwei Jahren  zurückgenommen haben (er war da schon 10 Jahre alt), ist unschuldig. Er sucht immer nur unsere Nähe. Nur wenn wir im Garten sind, ist er auch draußen.
Bleiben also nur Claudias Hund Julie und der schwarze Zwerg Ylva. Letztere haben wir schon öfters erwischt und auch Julie hatte oft eine Sandnase.
Was die Herrschaften so anstellen?
In unserer Hecke, die wir vor 36 Jahren zusammen mit dem Haus übernommen haben,  sind schon ganze Teile abgestorben, weil Löcher so tief gebuddelt werden, dass die die Wurzeln frei liegen und dann der ganze Strauch abstirbt. Okay, die Hecke ist mir eigentlich ziemlich egal.
Aber dass die Höhlen jetzt auch unter das Fundament des Hauses gegraben wurden, stieß uns doch sauer auf. Des weiteren wurde die große (und schwere) Hundehütte völlig untergraben. Man war wahrscheinlich auf der Suche nach Mäusen, die sich da häuslich niedergelassen hatten.
Weitere tiefe Höhlen wurden immer wieder unter dem früheren Hühnerhaus (jetzt Gänsestall) gegraben. Wie oft haben wir diese Höhlen wieder mit Erde oder Sand aufgefüllt! 1 – 2 Tage später war wieder alles wie vorher. Und sicher kennen sie das Phänomen, das Loch ist da, aber die Erde ist weg.  Zu weit hat es der Hund beim Buddeln in der Gegend verstreut. Wir hatten zwischenzeitlich versucht, mit dicken Baumkloben die Hunde vom Buddeln abzuhalten. Genutzt hat es kaum etwas.
Das sollte jetzt aber aufhören und wir suchten nach Füllmaterial, welches zu schwer war, um von Hunden bewegt zu werden.  Unter der Rubrik “ Zu verschenken“ stießen wir auf jemanden, der 120 Waschbetonplatten abgab. Größe 40×60 und 50×50 Zentimeter. Und die ziemlich dick und schwer.
Freundlicherweise lieferte der nette Mensch sie an. Wahrscheinlich war er so froh, dass sie endlich bei ihm weg waren. Nebenbei – ich hasse Waschbetonplatten. Aber langer Rede kurzer Sinn: Wir haben die 120 Waschbetonplatten unterm Haus, unter der Hundehütte und unter dem Gänsestall verarbeitet. 120 Platten.
Am Abend hatten wir gefühlte 20 cm längere Arme und Schmerzen von den Handgelenken bis in Nacken und Schulter.
Ach ja, Mutterboden (ein Kubikmeter um die wunderschönen Platten abzudecken ☺) und Füllsand (1,5 Tonnen für unter die „hübschen“ Platten) hatten wir auch noch kommen lassen. Ja, diese Mengen an Material mussten via Schaufel auch noch bewegt werden.
Verstehen Sie jetzt? Wir waren platt.
Aber anstatt jetzt eine Ruhepause einzulegen, begannen wir mit Umbauarbeiten im Haus. Die waren nicht ganz so schwer und machten Freude. Aber anstrengend war’s trotzdem, aber gegen das Arbeiten mit den Waschbetonplatten die reinste Erholung.

Auf dem Grundstück hat sich eine Blumenart pandemiemäßig verbreitet. Eingeschleppt wurde sie durch die Schenkung diverser Sträucher eines Hobbygärtners. Und damit hatten wir uns diese blaue Pest eingehandelt. Winzige Blüten, die allerdings von Bienen und Hummeln heiß begehrt sind. Der Haken dieser „Blumen“ ist, dass deren Wurzeln 20 – 30 Zentimeter tief in den Boden gehen und sich auf diese Art explosionsartig vermehrt. Falls Sie einem Gartennachbarn eine Freude machen wollen, ich schenke Ihnen gerne einige Pflanzen oder auch Samen 😉
Nur zur Information: Ich arbeite daran, die Anzahl dieser wild wachsenden Blumenrabatten stark zu reduzieren.  14 Schubkarren mit ausgegrabenen Pflanzen habe ich schon in den Wald gekarrt.
Einen Teil der noch übrig gebliebenen Pflanzen sehen sie auf dem Foto.
Den Besuch eines Igels hatten wir auch wieder. Leider ist er nicht da geblieben, sondern hat sich wieder verdrückt.

Was sonst noch zu berichten wäre: Das erste gezapfte Bier seit einem Jahr am 28. Mai 2021 🙂 😀

Montag, 31.Mai 2021 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Clio

Donnerstag, 6.Mai 2021

Clio 2006

Im Jahr 2004 hatten wir Yanna als Welpen von Thassos mitgebracht. Ostern 2006 waren wir wieder auf der Insel und mussten feststellen, dass sich die Anzahl der Hunde in der Auffangstation von Suzanne fast verdoppelt hatte. Nach einem längeren Gespräch schlug Suzanne vor, wir sollten doch einfach pro Person einen Welpen mitnehmen, um ihn in Deutschland zu vermitteln. Einen Versuch war es wert. Im ungünstigsten Fall hätten wir mit Yanna vier Hunde zu Hause.
Wir nahmen zwei Wochen später Elena, Clio und Daisy mit. Alle gechipt und mit den nötigen Impfungen versehen.
Die niedliche Elena wurde sofort vermittelt, wurde aber eine Woche später von einer weinenden Besitzerin zurückgebracht. Ihr Mann hatte sie verlassen und hatte wohl geglaubt, mit einem Welpen den Trennungsschmerz seiner Frau zu lindern.
Nach der Vermittlung von Elena wurde einen Tag später Clio vermittelt. Clio war mein absoluter Liebling unter den drei Welpen. Für mich hieß sie immer nur das „Teufelchen“. Die Schnauze, die Zottelohren, die wachen Augen………..ich mochte die Hündin.
Glücklicherweise fand Clio sofort die passende Familie und  für mich war es besonders schön, dass der Kontakt zu dieser Familie nie abriss.
Heute, am 5. Mai 2021, bekam ich die traurige Nachricht, dass Clio am 27. April über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Ja, auch ich bin traurig. Clio gehörte zu den Hunden, an die ich immer wieder mal dachte. Obwohl sie doch nur nur ein paar Tage bei mir war, gehört sie zu den Hunden, die ich nie vergessen werde.
Sie werden jetzt einwenden, das liege daran, dass sie zu den drei Hunden gehört, die ich als Erste vermittelt habe. Jein! An Elena z.B. denke ich fast gar nicht und an Daisy denke ich nur deshalb des Öfteren, weil ich den Besitzern versichert hatte, dass Daisy nur mittelgroß würde. Dabei ist sie ein super Brocken geworden, der zur Begeisterung seiner Besitzer auch noch permanent haart.

Clio 2010

Aber an Clio hing immer mein Herz.

Hier die Mail von Clios Besitzern:

Hallo, Klaus,
hoffe, dass bei euch soweit alles in Ordnung ist. Habe auf der Seite Yanna gesehen mit ihren 17 Jahren. Leider habe ich eine schlechte Nachricht. Clio ist am 27.4. über die Regenbogenbrücke gegangen. Das schmerzt heute noch. Sie war 15 Jahre jetzt bei uns und wäre im Oktober 16 geworden. Es ging leider nicht mehr. Der Kopf wollte noch, aber der Körper nicht mehr. Aber das, was uns aufrecht hält, ist, dass sie eine schöne Zeit bei uns verbringen durfte und darüber bin ich froh..
Charlie der Australien ist auch noch am trauern.

Danke nochmal, dass wir bei euch so einen tollen Hund gefunden haben.
Passt auf euch auf. Wir hören voneinander.

LG Familie B.

Donnerstag, 6.Mai 2021 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Neues von der Insel

Mittwoch, 21.April 2021

Hatte die Verwaltung der Insel Thassos früher so gut wie nichts für die frei lebenden Hunde und Katzen auf Thassos getan, so scheint sich jetzt doch etwas zu verändern. Früher wurden die Tierschutzinitiativen von Nicht Griechischen Mitbürgern misstrauisch beäugt, ja, ihnen sogar eher Knüppel zwischen die Beine geworfen. Aber das Verhalten vieler Griechen auf der Insel hat sich inzwischen verändert. Nein, ich stimme jetzt kein Klagelied über das Verhalten der Inselbewohner vor 45 Jahren an. Ja, so früh besuchte ich die Insel bereits. Bis zum Jahr 2012 sogar regelmäßig. Aber da bin ich schon lieber zu Ostern und Ende September da gewesen. Doch der Bauboom und der Tourismus ist auch an Thassos nicht vorbei gezogen und so ist der magische Reiz der Insel für mich schon längst Legende.

So überraschte mich tatsächlich die Nachricht, dass von der Inselverwaltung Futterstellen für streunende Katzen aufgestellt wurden. Katzen, die in der Touristensaison von diesen ausgiebig gefüttert werden, sich vermehren und dann im Winter hungern, wenn keine Touristen auf der Insel sind.
Die Kastrationsbemühungen der Tierschutzinintiativen sind da wie der Kampf gegen Windmühlenflügel.
Die Zahl der streunenden Hunde hat man ganz gut in den Griff bekommen, aber die Katzen bleiben das ganz große Problem. Wenn es also jetzt diese Fütterungsstellen gibt, können auch die Katzen besser eingefangen und kastriert werden – von wem auch immer!

Mittwoch, 21.April 2021 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Ein Hilferuf

Donnerstag, 1.April 2021

Diese Mail erhielt ich heute! Sie richtet sich in erster Linie an Menschen, die auf Thassos Urlaub machen, weil der Ort Chrysoupoli gegenüber von Thassos auf dem Festland liegt.

Guten Abend

Ich schreibe Ihnen, da ich mir große Sorgen um die Hunde in Chrysoupoli/Kavala mache.
Yanni (ich weiß leider nicht genau wie man seinen Namen schreibt) kümmert sich dort um Straßenhunde. Er hat eine Art Tierheim am Rande von der Stadt.
Am Busbahnhof gibt es einen Tierbedarfsladen, die Inhaberin hat ein großes Herz für die Tiere und stellt vor dem Winter kostenlos Futter für die Anwohner/Restaurant Besitzer zur Verfügung, damit diese dass Futter für die Straßenhunde raus stellen können. Da die Gastronomie dort sonst der Ort für die Hunde waren um satt zu werden. Viele der Gäste warfen Futter für die Hunde auf den Boden . Hier unvorstellbar,  dort die Überlebenschance für viele Vierbeiner.
Wie lange die Tierschützer dort noch durchhalten ist fraglich,  da die Pandemie leider weiter wütet ….
Diese Hündin war vor 2 Jahren ein Junghund. Die Kleine ist mir in unserem 3 wöchigen Urlaub sehr ans Herz gewachsen. Damals sagte ich zu ihr bis nächstes Jahr und dann kam Corona. Sie lebt fort auf der Straße. Ich hatte ihr kein Futter gegeben und dennoch kam sie, ließ sich streicheln und hüpfte sogar in unser Auto. Mein Mann ist halb Grieche. Er hat dort Jajas Haus und Ella ( ich sagte es zu ihr, da es komm bedeutet und ich es passend fand) verbrachte sogar einmal freiwillig ihren Nachmittag bei uns – Garten Tür war offen. Abends fuhren wir wieder in die Stadt und sie blieb dann über die Nacht wieder bei ihren vierbeinigen Freunden.
Auf den folgenden Bildern können Sie sehen, dass ich keine erfundene Geschichte erzähle. Ich hab nur Ella gerufen und schnurstracks war sie da. Des weiteren ein Bild wo man ihre Zeichnung / Bein mit weiß usw und eines auf der Terrasse von Ella.
Ich bin leider nicht in der Lage selbst helfen zu können, da ich mitten im Hundetrainer Studium stecke und durch Corona ausgebremst werde. Ohne praktische Seminare, keine Prüfung , ohne Prüfung keine Arbeitszulassung.
Falls jemand von Ihnen – wenn es mal möglich sein sollte – , nach Griechenland fährt und Hilfe für ein Projekt – ob Kastration / Futterspenden oder anderweitige Hilfe benötigt, wäre ich sofort dabei! ( kosten für Verpflegung usw würde ich natürlich selbst tragen können! )
Nun hoffe ich, dass es Ihnen irgendwie möglich ist mir = den Hunden in Chrysoupoli helfen zu können.
Falls Ella jemanden von Ihnen über den Weg läuft, wäre ich überglücklich eine Rückmeldung wie es ihr geht, zu erhalten.
Wäre sie geimpft gewesen oder es möglich gewesen wäre sie mit zu nehmen, hätte ich dies gemacht. Wobei sie mir auch das Gefühl gab,  sich dort wohl zu fühlen. Aber klar,- jung, aufgeschlossen und hübsch, diese Hunde werden noch nett behandelt bis sie dann alt werden und evtl noch Welpen bekommen oder mal Autos anbellen, dann werden die nicht mehr so gern gesehen- Leider!
Vielen Dank für Ihre Ausdauer- ich habe viel geschrieben…
Mit freundlichen Grüßen Christin Pflanz
01573 2604474
Donnerstag, 1.April 2021 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Wasser!

Dienstag, 16.März 2021

Das Haus, in dem wir hier leben, wurde 1954 an das allgemeine Stromnetz angeschlossen. Nein, Sie haben sich nicht verlesen! 1954! Ich wurde 1943 geboren und jetzt stelle ich mir vor, wie ich die ersten elf Jahre  meines Lebens mit Petroleumlampen gelebt hätte.
Ehrlich gesagt, ich kann mir das nicht vorstellen. Wie konnte man da leben? Ein Radio (mit Batterien) wäre da schon Luxus gewesen. Je länger ich darüber nachdenke, desto entbehrungsreicher erscheint mir dieses Leben früher. Und dabei bin ich in der Nachkriegszeit groß geworden, wo man auch nicht gerade verwöhnt war.
Ja und jetzt, 2021, sollten wir auch endlich an das Wassernetz der Gemeinde Schwalmtal angeschlossen werden. Bisher bezogen wir unser Wasser aus unserem eigenen Brunnen. Als ich vor 36 Jahren hierhin zog, war es noch ein alter Brunnen mit Betonringen, der etwa neun Meter tief war.
Ende 2014 war dieser Brunnen plötzlich trocken. Ich spotte noch heute darüber, dass es daran lag, dass wir unseren beiden Autos gewaschen und der Besuch zu viel geduscht hatte. Natürlich lag es nicht daran. Aber das Problem war plötzlich da.
Lassen Sie mich nur ganz kurz sagen, dass ein Brunnenbauer aus Viersen die anschließende neue Bohrung total versemmelt  und in Schluffsand reingebohrt hatte, sodass unsere wichtigsten wasserführenden Geräte versandeten. Es war nur drei Tage vor Heiligabend und wir waren ziemlich verzweifelt. Jemand gab uns den Rat, einen holländischen Brunnenbauer anzurufen.
Es war unglaublich. Dieser dirigierte noch am gleichen Tag sein Team zu uns und am späten Nachmittag hatten wir wieder Wasser. Dazu musste er bis in eine Tiefe von 23 Meter bohren.
Bis dahin hatte ich ja immer noch geglaubt, ein Brunnen sähe so aus wie unser alter Brunnen………..festgemauert in der Erde.
Jetzt hatte ich gelernt, dass man kein besonders dickes Rohr tief in die Erde treibt, bis man auf die wasserführende Schicht trifft. Einzelheiten lasse ich mal weg.
Und dann kam Ende 2020 tatsächlich der Bescheid der Gemeinde, dass man uns an das Wassernetz anschließen würde.
Allerdings unter der sehr merkwürdigen Bedingung, dass die Wasserleitung von der Gemeinde nur bis zu einem Übergabepunkt an einer Waldwegekreuzung gelegt würde. Dort würde eine Kammer in die Erde eingelassen, in dem die Wasseruhren liegen sollten. Von da müssten wir die Kosten für die Weiterleitung zu den einzelnen Häusern selber tragen.
Wir kannten ja, dass man die Kosten von der Straße bis zum Haus auf dem eigenen Grundstück tragen muss, dass wir aber auch noch die Kosten auf einem Teil des öffentlichen Weges, der der Gemeinde gehört, bezahlen sollen, fanden wir äußerst merkwürdig. Auch wären für uns selber die Wasseruhren nicht ablesbar.
Nach einem Gespräch mit der ausführenden Firma erfuhren wir, dass solch eine Regelung auch der Firma unbekannt war. Man war auch dort der Meinung, dass es doch gesetzlich vorgeschrieben wäre, dass die Stadt/die Gemeinde die Kosten bis zur Grundstücksgrenze tragen müsste. Außerdem sollten wir noch für die Instandhaltung (genug Wasserdurchlauf, damit die Leitung nicht verkeimt etc. Wie soll man das gewährleisten, wenn wir nicht einmal Zugang zu den Wasseruhren im Übergabeschacht haben??) unseres Teiles der Wasserleitung zuständig sein.
Nach langem Überlegen verzichteten wir auf den Anschluss. Wir haben unser Brunnenwasser untersuchen lassen. Der Befund liegt leider noch nicht vor. Die Nitratwerte schwanken bei uns zwischen 50 und 132 mg. Das Gesundheitsamt teilte uns mit, dass für Babys ein Nitratwert über 135 schädlich sein könnte. Nun ja, Babys sind hier nun mal echt nicht mehr vorgesehen.

Dienstag, 16.März 2021 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Yanna wurde vor ein paar Tagen 17 Jahre alt

Samstag, 27.Februar 2021

Im Juni  2004 brachten wir Yanna von Thassos mit. Sie sollte meine Tochter Samira bei ihren Trainingsläufen durch Feld und Wald begleiten. Der Welpe war Ende Februar geboren worden und der genaue Tag, der 23., wurde von der stolzen Besitzerin selbst festgelegt.
Die Ausdauer der jungen Läuferin konnte Yanna, so wurde sie getauft, später nicht sonderlich begeistern. Anstatt klaglos neben ihr herzulaufen, steckte sie lieber ihre Nase in jedes Grasbüschel und sorgte so für dauernde Unterbrechungen der Laufbewegung.
Im Klartext: Yanna war als Begleithündin ein Ausfall.
Auch in späteren Jahren gehörte es zu ihren Spezialitäten abrupt zu bremsen, wenn sie eigentlich ruhig neben dem Fahrrad herlaufen sollte.
Aber sie löste noch etwas ganz Anderes aus.
Zwei Jahre lang schickten wir jeden Monat Geld nach Thassos, stellten aber fest, dass sich in dieser Zeit die Menge der Hunde in der Auffangstation fast verdoppelt hatte. Als wir meinten, dass sich da etwas ändern müsste, gerieten wir ins Grübeln und beschlossen letztendlich beim nächsten Besuch drei Welpen mitzunehmen, um sie in Deutschland zu vermitteln. Natürlich wurden diese Welpen gechipt und geimpft. Das war der Anfang zur Vermittlung der Thassoshunde.
Aber zurück zu Yanna.  Irgendwo habe ich noch ein Foto von Suzanne, wie sie Yanna den Berg von der Hundeauffangstation heruntertrug. Das war am letzten Tag des Urlaubes. Yanna hatte sich allerdings geweigert, ihre eigenen Pfoten zu benutzen.
Am Flughafen gab es noch Theater mit Eurowings, da Yanna mit Box ein Kilo Übergewicht hatte. Erlaubt waren nur acht Kilo. Erst durch einen Anruf bei der Eurowingszentrale in Berlin wurde die Erlaubnis erteilt, die Hündin zu befördern.
Und jetzt ist sie am 23. Februar tatsächlich 17 Jahre alt geworden. Dabei war im Januar 2018 schon der Tierarzt für den nächsten Tag bestellt, um sie einzuschläfern.

Ja so schlecht ging es ihr damals.
Doch Claudia machte am Vorabend des geplanten Tierarztbesuches noch einen letzten Versuch mit einem Medikamentenmix, der im wahrsten Sinne des Wortes, Tote aufwecken konnte. Yanna überlebte.
Jetzt, drei Jahre später, sah es eine Woche vor ihrem Geburtstag wieder schlecht aus. Ich fand sie, auf der Seite liegend, bewegungslos im Garten. Bewegungslos, aber nicht bewusstlos. Ich legte sie auf ein dickes Fell in unseren Eingangsbereich und sie erholte sich tatsächlich wieder.
Zu ihrem Geburtstag bekam sie außer einer dicken Wurst noch verschiedene Leckereien. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, YANNA!

Yanna – Februar 2021

Yanna – Februar 2021

Samstag, 27.Februar 2021 LETZTE NACHRICHTEN 2 Comments

Meine ersten Hunde

Samstag, 13.Februar 2021

Meinen ersten Hund bekam ich mit 13 Jahren. Ich hatte mein dürftiges Taschengeld monatelang gespart, aber glücklicherweise erhöhte meine Mutter das Gesparte noch mit einem Zuschuss von ihrem schmalen Haushaltsgeld.

Mit 90 DM fuhr ich also Mitte Oktober 1956 stolz zum Krefelder Tierheim, damals noch auf der Inratherstraße beheimatet.  In meiner Erinnerung waren damals so 10 – 12 Hunde dort in ihren Käfigen untergebracht.  Gefallen hat mir keiner. Warum das so war, kann ich heute nicht mehr sagen.

Rocky

Zita als Welpe

Als ich schon wieder enttäuscht gehen wollte, meinte der Chef des Tierheimes, da hinten um die Ecke herum sitzt noch ein Hund. Den kannst Du für’s Futtergeld haben. Ich ging hin und wusste sofort, das ist mein Hund. Ich bezahlte 30 DM an Futtergeld und erfuhr nur, dass „Rocky“ ca. fünf Jahre alt wäre. Das war’s. Kein Impfpass, keine Fragen über meine Hundekenntnisse oder über Hunderziehung. Noch nicht einmal eine Adresse brauchte ich hinterlegen. So war das damals.
Hund weg – fertig!
Wenn Rocky damals wirklich fünf Jahre alt war, wurde er 19 Jahre alt.
Als er eingeschläfert werden musste, war ich zu feige, selbst mit ihm zum Tierarzt zu gehen. Etwas was ich heute noch tief bedaure.

Mein nächster Hund war Zita. Meine damalige Frau und ich holten den kleinen Welpen aus einer jämmerlichen Haltung bei einem Bauern in Dülken. Zwei kleine Schäferhundwelpen lebten im Schweinestall dieses illegalen Hundeverkäufers. Das war 1983 und wir lebten noch in Krefeld.
Meine Frau schmolz dahin vor Mitleid und ich gab ziemlich wütend ihrem Wunsch nach, den Kleinen mitzunehmen. Er könne auch noch rote Papiere für den Welpen besorgen. Ich gab ihm eine ziemlich patzige Antwort und bezahlte die gewünschten 150 Euro ohne den Versuch zu handeln. Ich wollte da nur raus.
Ich verwünschte diesen Hund, weil ich nun mal wegen meiner Wüstenfüchse keinen Schäferhund wollte und wir kurz vor dem Umzug nach Schwalmtal-Amern standen. In ein Haus, das noch gründlich renoviert werden musste.

Die erwachsene Zita

Was soll ich sagen?  Acht Wochen später war Zita MEIN Hund!
Drei Jahre später wollte ich mal wieder für eine Woche nach Burma und Thailand fliegen, um dort Antiquitäten einzukaufen. Meine Frau lag mir da schon seit Tagen in den Ohren wegen eines „Dino“, den sie im Büro des Tierheimes in Nettetal gesehen hatte. Zu meinem Glück war Dino nur ein Collie/Schäferhundmischling, den sie da angetroffen hatte 😉 Weil sie nicht mitfliegen konnte, hatte ich ihr gesagt, dass sie diesen Dino, der ca. ein Jahr alt sein sollte, holen könne.  Nein, nein, das würde sie nicht tun. Sie wüsste ja noch, was ich bei Zita für ein Theater gemacht hätte. Als sie mich acht Tage später mit Zita am Flughafen in Düsseldorf abholte, war meine erste Frage“ Und wo ist Dino?“ Die verschämte Antwort „Zuhause!“

Dino

Monster im Alter von drei Wochen

Dino war ein imposanter Kerl, vor dem die Leute richtig Respekt hatten. Dabei war er ein Häschen. Ein lautes Wort und er kroch unter den Wohnzimmertisch. Da kam das Collie-Sensibelchen voll durch.
Die beiden Hunde vertrugen sich aber prächtig und es hätte richtig ruhig und harmonisch bleiben können, wenn, ja wenn wir  mal wirklich nur Strandurlaub in Thailand gemacht hätten. Aber nein, wir mussten ja unbedingt Orte besuchen, wo keine Touristen hinfanden. Bei einem dieser Tagesausflüge sahen wir zwei frisch geborene kleine Etwas im Rinnstein einer Straße liegen. Was wie Maulwürfe aussahen, entpuppten sich als Hundewelpen – frisch geboren. Nein, die hatte keine Hündin dort geboren. Ein „liebevoller“ Thai hatte sie wohl nach der Geburt dem Muttertier weggenommen und in den Rinnstein gelegt. Tja – Buddhisten töten keine Tiere. Ironie aus!
Nachdem sich ein dicker Kater für die beiden kleinen Wesen sehr zu interessieren schien, hob meine Frau die beiden auf und damit wusste ich, wie der restliche Urlaub verlaufen würde. Füttern, füttern, füttern – alle 2 – 3 Stunden. Tag und Nacht. Zuerst hieß es aber die passende Nahrung in einer Apotheke besorgen.
Als wir 12 Tage später wieder zurückflogen, holten wir bei einem Tierarzt eine Art Gesundheitszeugnis ein. Es hätte ja sein können, dass man es brauchen kann. „Fressen sie, kacken sie?“, wurden wir vom Tierarzt gefragt. Das taten sie und wir bekamen ein Schriftstück, dass beide völlig gesund seien. Wir packten am Abflugtag beide Tierchen in einen kleinen Bambuskorb und marschierten so durch den Zoll in Bangkok und später auch in Amsterdam getreu dem Motto, keine schlafenden Hunde zu wecken, denn schlafen, das taten sie ausgiebig.
Leider starb der weibliche Welpe nach fünf Wochen. Nein, wir wissen auch nicht warum. Der männliche Welpe, inzwischen hieß er „Monster“, hielt uns tüchtig auf Trab und mit der Ruhe war es dahin.

Jahre später…………………!

Dino zusammen mit Monster

Zita starb mit sieben Jahren an Leukose, so wird die Leukämie bei Hunden genannt. Dino wurde 13 Jahre alt. Er schlief ruhig ein.
Monster wurde 2005 noch zum TV-Star in der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“. Sie können den Film hier auf der Homepage anklicken, wenn Sie ihn sehen wollen.
Über das Temperament unserer Tochter Samira war Monster nicht immer glücklich. Aber er wusste sich zu helfen und wenn er die Lefzen hochzog und die Zähne bleckte, trat sie lieber den Rückzug an. Auch er starb friedlich nach knapp 17 Jahren. Wenn Sie Bilder von Rocky und Monster sehen, können Sie übrigens kaum Unterschiede feststellen. Auch ich muss heute noch manches Mal zweimal hinsehen um zu sehen, um welchen Hund es sich handelt.

Eigentlich wollte ich von Yannas kommendem Geburtstag berichten, aber das mache ich dann beim nächsten Mal 😀

 

Samstag, 13.Februar 2021 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Abschied

Dienstag, 26.Januar 2021

Es ist eine der schwersten Entscheidungen und ein besonders schlimmer Moment, wenn das eigene Haustier eingeschläfert werden muss. Eine Frau  hat mal ihren Tierarzt gefragt, worunter die Tiere beim Einschläfern besonders leiden – und die Antwort ist ziemlich schlimm.

Diese Frau hatte einen Kater zu Hause und ging regelmäßig mit ihm zum Tierarzt. Bei einem ihrer Besuche stellte sie dem Arzt dann eine interessante Frage: Sie wollte wissen, worunter die Tiere eigentlich am meisten leiden, wenn sie eingeschläfert werden.

Auf Twitter postete sie dann die Antwort, die für Tausende Reaktionen und viel Gesprächsstoff bei Tierfreunden sorgte – und gerade wieder einmal die Runde macht. Das Schlimmste für die Tiere sei nämlich laut Tierarzt, dass 90 Prozent der Halter beim Einschläfern nicht mit im Raum sein wollen und die Tiere ihre letzten Minuten somit alleine verbringen müssten.

Tierarzt: Viele Menschen wollen beim Einschläfern nicht dabei sein.

Für die meisten Halter sei der Moment, in dem das Haustier seinen letzten Atemzug nimmt, einfach zu schwer zu ertragen. Doch dabei denken die Wenigsten scheinbar an das Tier selbst: Hund, Katze und Co. liegen dann nämlich ganz alleine auf dem Behandlungstisch und suchen den Raum panisch nach ihrem Halter ab, so der Tierarzt.

Hund alleine beim Tierarzt

Diese Momente würden selbst den Tierarzt belasten. In den Kommentaren meldeten sich aber auch andere Mitarbeiter von Tierkliniken, die das Gegenteil behaupteten und berichteten, dass die meisten Halter beim Einschläfern sehr wohl dabei sein wollen.

Sicher ist: In den letzten Minuten ihres Lebens brauchen die Tiere ihre Lieblingsmenschen garantiert an ihrer Seite. Auch wenn diese Situation unsagbar schmerzhaft ist, sollte man seinem Tier diesen letzten Liebesdienst erbringen.

Zusatzkommentar von Claudia und mir:
Wir würden nie einem Tierarzt unser Vertrauen schenken, wenn wir nicht wüssten, dass er auch zu uns kommt, wenn eines unserer Tiere den Weg über die Regenbogenbrücke antreten muss. Bei Sandys Tod im Oktober 2018 war es für den Rest des Rudels wichtig, sich von Sandy „verabschieden“ zu können. Sandy wurde mal mehr, mal weniger von ihren vierbeinigen Freunden beschnüffelt.
Hätten wir den Hunde aber um diese Möglichkeit des Abschieds gebracht, hätten sie womöglich noch tagelang nach ihr gesucht.
Dienstag, 26.Januar 2021 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Am 24. Dezember meldete sich Panni (Panny)

Montag, 4.Januar 2021

Wir hatten die Kleine am 24. Dezember 2009 vermittelt. Panni war vorher mit CANIFAIR aus Ungarn gekommen und sollte bei uns mit seinen Geschwistern Poci und Hapi „geparkt“ werden, da bei CANIFAIR alle Pflegestellen belegt waren. Da im Winter ja selten noch Hunde von Griechenland kamen, weil es keine Flugpaten gibt, hatten wir zugesagt zu helfen.
Eigentlich vermittelten wir nicht gerne Hunde vor dem Weihnachtsfest. Bei Panni haben wir aber gerne eine Ausnahme gemacht, weil wir das Gefühl hatten, diese Familie ist genau das Richtige für die kleine Panni.

Dieser Text steht noch heute am 23.Dezember 2009 unter der Nr. 106 auf unserer Homepage:
DEZEMBER 2009 – Die Anhänglichste der drei ungarischen Welpen schaffte es am 24. Dezember zu seiner neuen Familie zu ziehen.  Die Tochter Saskia (15) hatte sich telefonisch ausführlich über unsere Panni informiert. Dann schaute sie sich mit der Mutter die kleine Schmusekatze an, anschließend der Vater. Zu Hause grollte und zickte nur Tochter Jennifer (12), der man nichts von der Weihnachtsüberraschung erzählt hatte.

Ja und jetzt nach 11 Jahren schickt uns die Familie Fotos von der nun längst erwachsenen Panny. Jetzt mit y! Es ist für uns immer ein schöner Moment, wenn wir nach soviel Jahren, Fotos sehen und uns geschrieben wird, dass es dem Hund gut geht. Manchmal geht man so die ganze Reihe der Hunde durch, die vermittelt wurden und man fragt sich, wie es den Einzelnen wohl geht, wie viele die Familie wechseln mussten, weil Herrchen und Frauchen sich getrennt haben. Wir hatten auch Fälle von geistiger Umnachtung, den Hund abzugeben, weil ein Baby unterwegs war. Ich kann mich an einen Fall erinnern, wo der Mann den Hund unter vielen Tränen zurückbrachte, weil die Frau von ihrer Verwandtschaft so beeinflusst worden war, dass der Hund von ihm zurückgegeben werden musste. Nein – ein Einzelfall war das nicht! In diesem Fall konnten wir den Hund glücklicherweise drei Wochen später in gute Hände weitergeben.
Vielleicht ist es besser gar nicht zu wissen, wie die Schicksale aller verliefen. 🙁

Montag, 4.Januar 2021 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare