LETZTE NACHRICHTEN

Unsere geflügelten Untermieter – Hornissen :-)

Sonntag, 8.September 2019

Irgendwann im späten Frühjahr machte sich im Amerner Wald eine einsame Hornissenkönigin auf die Suche nach einem geeigneten Wohnort für ihren Staat. Fündig wurde sie direkt an unserem Schlafzimmerfenster, wo zwischen Fensterrahmen -außen- und Hauswand ein kleiner Spalt ist. Aus einem anfänglichem, einzelnem, ungewöhnlich lautem brummendem Fluggeräusch wurde sehr schnell mehr. Die Königin gründete dort ihren Staat und aufgrund der Tasache, dass wir im vergangenen Jahr Insektenschutzgitter (gegen die alljährliche Mückeninvasion) an unseren Fenstern angebracht haben, war es uns möglich, diese interessanten -überhaupt nicht aggressiven- Insekten zu beobachten. Der Spalt am Fenster wurde von den Tieren rasch verkleinert, so dass nur noch ein Einflugloch von etwa 10 cm Höhe und 1 cm Breite offen blieb. Wir haben mehr als einmal aus nächster Nähe fasziniert einfach nur zugeschaut, was dort so alles passierte: Munter wurden erbeutete Insekten ins Nest gebracht, an den heißen Tagen bekam eine Arbeiterin -wahrscheinlich im Wechsel mit anderen-  die Aufgabe des „Ventilators“ zur Kühlung des Nestes zugeteilt, es gab „Wächter“, die ankommende Hornissen kontrollierten. Einfach nur toll.

Während wir anfangs noch nachts das Fenster offen hatten, wurde es uns irgendwann zu laut. Und dies liegt an einer  Besonderheit dieser Art: Ihre Nachtaktivität – selbst bei vollkommender Dunkelheit fliegen die Tiere noch aus.

Sobald die ersten fünf bis zehn Arbeiterinnen gegen Anfang Juli geschlüpft sind, fliegt die Königin immer seltener aus, denn alle anfallenden Aufgaben übernehmen jetzt nach und nach die Arbeiterinnen. Diese Tiere sind mit 18 bis 25 Millimetern deutlich kleiner als die 35 Millimeter lange Königin, ihre Lebenserwartung beträgt nur etwa drei bis vier Wochen. Die gefährlichste Zeit für das Hornissenvolk ist jetzt überstanden, denn der Königin kann im Nest nur noch wenig zustoßen.

In der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht das Hornissenvolk seinen Entwicklungshöhepunkt. Es kann dann 400 bis 700 Tiere zählen. Die Königin ist in der Lage, ganz gezielt Eier zu entwickeln, aus denen nur noch die Drohnen genannten Männchen und die Jungköniginnen schlüpfen. Das Erscheinen der ersten Geschlechtstiere kündet bereits den Untergang des Hornissenstaates an. Die Arbeiterinnen vernachlässigen allmählich die alte Königin, sie wird nicht mehr richtig versorgt. So verlässt sie schließlich das Nest und stirbt mit einem Lebensalter von etwa einem Jahr.

An schönen Herbsttagen schwärmen die Geschlechtstiere aus und sammeln sich oft an einzeln stehenden Bäumen oder in unmittelbarer Umgebung vom Nest zur Paarung. Die begatteten Jungköniginnen suchen sich nun für den Winter einen geschützten Unterschlupf mit geringen Mikroklimaschwankungen, wo sie bis zum nächsten Frühjahr ruhen. Die letzten Arbeiterinnen sterben Anfang November, womit das letzte Leben im Nest erlischt.

Sie sind eher passive und scheue Tiere, die sich durch einen großen Appetit auf Insekten auszeichnen. Sie gelten als gute Wespenvertilger und ermöglichen den ihnen benachbarten Mitmenschen einen weitgehend wespenfreien Sommer.

Interessant zu wissen:

Hornissen stechen nur in den seltensten Fällen und fast nie grundlos. Doch wenn sie sich akut bedroht fühlen, versprühen sie Alarmpheromone, um ihre Artgenossen zu warnen. Dann kann es sogar passieren, dass mehrere Tiere auf einmal angreifen. So komisch es sich anhört: In einem solchen Fall solltet ihr am besten weglaufen. Denn Hornissen fliegen nicht weit hinterher, da sie nur ihr Nest verteidigen wollen.

P.S.: Danke an meine Tochter Katja, die trotz anfänglichem Respekt dann doch diese tollen Aufnahmen -Fotos & Videos gemacht hat ♥

 

 

 

 

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Der Tod des kleinen Helden

Donnerstag, 22.August 2019

Wie oft haben wir ihn verflucht, wenn er morgens um halb fünf uns mit seinem schrillen Krähen weckte! Wie oft hat Claudia ihn verflucht, wenn er sie bei ihren Besuchen im Hühnergehege mutig angriff! Nein, einen Namen hatte er nicht. Eigentlich hieß er nur der kleine Dreckskerl. Seine Rasse: Moderner Englischer Kämpfer.  Seine Größe: Kaum mehr als eine Handvoll. Sein Harem: Drei Hennen der selben Rasse.
Sie werden jetzt ohne ihn auskommen müssen. Er starb in Verteidigung unserer Hühner bei einem Greifvogelangriff. Woher wir das wissen? Wir nehmen es an, denn er ging trotz seiner winzigen Größe auf alles los, was er für gefährlich hielt.
Wie ist dieser Greifvogel trotz des Netzes ins Hühnergehege gelangt?  Wir haben alles abgesucht und nur eine Stelle gefunden, wo er sich zwischen Zaun und Netz durchgequetscht haben kann.
Aufgefallen ist uns zuerst die unnatürliche Stille im Gehege, als ich eine Tomate hineinwarf. Kein Huhn kam angerannt. Danach gab es einen Schlag gegen eine Fensterscheibe und ich sah den Übeltäter durchs Gehege fliegen. Ja, jetzt suchte er einen Ausgang, aber fand ihn natürlich nicht.
Wir rein ins Gehege und Claudia hielt ihn, der kopfüber mit den Krallen im Netz hing, todesmutig am Flügel fest. Ich bemächtigte mich seiner beiden Füße und dann bestaunten wir ihn: Ein wirklich schönes Exemplar. Nur was es genau ist, wissen wir nicht. Drei Greifvogelangriffe hatten wir bereits in all den Jahren. Zwei Bussarde und ein Habicht. Aber was ist das jetzt? Ein Sperber, denke ich.
Nachdem wir ihn bewundert und fotografiert hatten, ließen wir ihn wieder fliegen.
Dann kümmerte ich mich um das Opfer, das es ja geben musste. Ich brauchte nicht lange suchen, denn ich sah fünf Hennen an irgendetwas herumhacken. Unsere Kannibalen hatten sich der kleinen Leiche bemächtigt. Der Anblick war nicht gerade angenehm, aber ich kannte so etwas schon. Claudia hätte ihn am liebsten begraben, aber ich deponierte das kleine Etwas im Wald. Die Füchse müssen ja auch überleben.
Natürlich machten wir uns dann auf die Suche nach einem Loch im Netz, fanden auch eins, aber wunderten uns, wie er da durchgekommen ist.

P.S. Vida (Nr.306) ist am 22. August endlich am Düsseldorfer Flughafen angekommen. Ganz große Freude auf allen Seiten.

P.P.S  Der angekündigte Bericht über die Hornissen folgt natürlich noch.

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Das Dachfenster

Donnerstag, 8.August 2019

Dass hier einmal ein Bericht über den Einbau eines Dachfensters stehen würde, hätte ich auch nie gedacht. Aber nachdem wir die aktive Vermittlung von den Thassoshunden einstellen mussten, geraten jetzt andere Dinge in den Mittelpunkt unseres Lebens.
Nachdem wir aufwändig unseren Werkzeugschuppen, jetzt DIE WERKSTATT genannt, und den Fahrradschuppen renoviert hatten, wandten wir uns zwangsweise dem Velux-Dachfenster in unserem Haus zu.

Das alte Fenster ist noch drin, aber die beiden Innenverkleidungen sind schon abgebaut

Als wir vor 35 Jahren das Haus kauften, gab es da noch kein Dachfenster. Da wir aber im Dachgiebel eine Art Empore gebaut hatten, brauchten wir oben mehr Tageslicht, da meine frühere Frau Gabi dort ihrem Beruf nachging und ihre Textilentwürfe zeichnete. Es war sozusagen ihr Atelier.
Wir kauften ein Dachfenster im Baumarkt und ließen es von einem befreundeten Dachdecker einbauen.
Aber viel Freude hatten wir an dem Fenster nicht. Es war undicht und nach zwei Jahren beschlossen wir ein qualitativ hochwertiges Velux-Fenster einzubauen. Gesagt, getan.
Über dreißig Jahre hatten wir Freude an diesem Fenster, bis es bei zwei Unwettern doch ins Innere tropfte. Ob es am Fenster oder am mangelhaften Einbau lag, wage ich nicht zu entscheiden. Auf jeden Fall beschlossen wir das Fenster zu erneuern.

Das neue Dachfenster ist eingebaut und wir müssen jetzt sehen, wie wir die Maße angleichen

Wir maßen es aus und wollten bei Velux ein neues Fenster mit den selben Maßen bestellen. Zu unserem Erstaunen teilte man uns mit, dass dieses Format leicht abgeändert worden wäre. Das neue Fenster wäre ca. fünf Zentimeter breiter, dafür aber zehn Zentimeter kürzer.
Unser Dachdecker meinte, das wäre WAHRSCHEINLICH kein Problem, nur müsste die Innenverkleidung der Größe angepasst werden. Natürlich wäre es auch möglich, diese beiden Teile der Innenverkleidung bei Velux zu bestellen.
Das war leicht gesagt, aber unmöglich getan. Der Fensterrahmen bestand, passend zu unserem Innenausbau, aus hellem Holz. Die Innenverkleidungen für’s Fenster gab es jedoch  nur in weiß. Paff! Da stehst Du nur, staunst und schüttelst den Kopf.
Erste Möglichkeit: Einen Schreiner beauftragen, die Teile anzufertigen. Doch das war entschieden zu teuer. Zweite Möglichkeit: Die alte Innenverkleidung auseinandernehmen und dann durch Abschneiden und Hinzufügen von 1 – 2 Leisten wieder im neuen Maß zusammenzufügen.

Feinarbeit an der äußeren Innenverkleidung

Nach langem Überlegen und mit starken Zweifeln, ob wir dies schaffen würden, machten wir uns an die Arbeit, nachdem der Dachdecker das neue Fenster ohne Probleme eingesetzt hatte.
Ich will sie nicht langweilen: Wir haben es geschafft. Und Claudia gebührt da der Verdienst sich so lange da hineingekniet zu haben, bis alles 100% stimmte, wobei sie das Schneiden auf Gehrung fast zur Verzeiflung trieb. Ich muss gestehen, dass ich das mit einigem Schmunzeln verfolgte, weil ich mich erinnern konnte, dass ich vor 35 Jahre anfangs auch einige Stücke versemmelt hatte 🙂
Als wir den inneren Rahmen einsetzten hielten wir doch den Atem an. Würde er passen? Doch – er passte und wir atmeten erleichtert auf.
Jetzt mussten wir zusehen, dass der äußere Blendrahmen alles abdeckte, was sich durch die neuen Maße verändert hatte.

Fertig!

Und auch das schafften wir. Es war hauptsächlich die Arbeit von Claudia, die sich mit einem unglaublichen Eifer in diese knifflige Arbeit gestürzt hatte. Dabei muss bei ihr ja alles 100% sein. Und genau so war es auch dieses Mal.

Nächstes Mal schreibe ich über unser Hornissennest am Schlafzimmerfenster.

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Fertig!

Sonntag, 21.Juli 2019

Es ist geschafft! Aus einem Werkzeugschuppen, in den wir auch alles hineingestellt hatten, was wir im Moment nicht brauchten, wurde eine Werkstatt.
Ein Problem, das uns lange bewegte, war die Frage nach dem Untergrund. Vor rund 50  oder mehr Jahren, wir wohnen selbst schon 35 Jahre hier, hatte wohl jemand eine Art Betonboden geschaffen, voller Risse, tiefen Furchen und Löcher. Wie gleichen wir das aus? Letzten Endes entschieden wir uns doch dafür einen Fachmann kommen zu lassen, der sich das anschaute und meinte, kein Problem, wenn er Estrich an einer Baustelle übrig hat, bringt er es her, um die 8 qm aufzufüllen und zu glätten.
Das geschah tatsächlich schon drei Tage später. Das Ergebnis war hervorragend. Fünf Tage musste es trocknen, bis wir mit dem Einrichten beginnen konnten.
Ein Schrank wurde aus dem ehemaligen Kinderzimmer in die neue Werkstatt überführt. Natürlich mit Auf- und Abbau. Im Schrank hatten sowieso nur Dinge gelegen, die wir bei Samiras Auszug noch nicht wegwerfen wollten.
Zwei Kommoden steuerten Claudias Töchter hinzu, die sie sonst dem Sperrmüll zugeführt hätten.
Die Schwerlastregale waren noch vorhanden und ich erfüllte Claudia einen sehnlichen Wunsch: Eine Werkbank! Andere Frauen wünschen sich Kleidung, Schmuck und Parfum, sie eine Werkbank.
Vor drei Wochen hatte sie sich noch einen Benzin-Freischneider gekauft, weil wir das Gras im Garten teilweise so lang wachsen lassen, dass wir es später mit dem Rasenmäher nicht mehr kürzen können. Das hat den Vorteil, dass wir anstatt auf ein eintöniges Grün zu starren, wir eine blühende Vielfalt von Wildblumen und Wildkräutern im Garten haben.
Nach dem Einräumen auch der kleineren Sachen war jetzt der Fahrradschuppen an der Reihe, der früher auch einem Sammellager glich. Es sollten nur noch die Fahrräder, der Rasenmäher, eine Schubkarre und die Futterboxen für das Geflügel hinein. Und natürlich Wandhalterungen für Spaten etc.
Aber so einfach wollte Claudia es sich nicht machen. Sie baute ein Podest für die Futterboxen, damit man sich nicht so tief bücken muss und beschloss auch noch den offenen hinteren Teil des Fahrradschuppens mit einer Art Kunstglas zu verkleiden, damit von dort kein Regen mehr eindringen kann.
Das war’s dann wohl endgültig! Aber ich bin sichtlich unruhig, dass ihr noch mehr einfallen könnte 😉

So sah der Schuppen übrigens vor 35 Jahren aus.

In 1 – 2 Wochen muss unser Veluxfenster am Dach ausgetauscht werden. Das macht natürlich ein Dachdecker. Aber ich denke, die Feinarbeiten innen werden wir selbst machen müssen.
Ich hoffe, dann ist endgültig Schluss mit Arbeit in diesem Sommer, denn ich würde mich gerne im Garten mal auf eine Liege legen und mich sonnen. Wozu haben wir die eigentlich angeschafft? 🙂

Sonntag, 21.Juli 2019 LETZTE NACHRICHTEN 2 Comments

Zwei Wochen Urlaub! Was man da so machen kann……….

Dienstag, 9.Juli 2019

Als Rentner habe ich ja Dauerurlaub, aber Claudia muss da im Jahr nur mit sechs Wochen auskommen. Jetzt, wo wir uns nach 15 Jahren aus der Vermittlung der Thassoshunde ausgeblendet haben, könnte man ja eigentlich mal Urlaub machen. Wenn es da nicht vier Hunde gäbe! Anfang des Jahres hatten wir damit gerechnet, um diese Zeit nur noch zwei Hunde zu haben. Dass Yanna jetzt noch leben würde mit 15 1/2 Jahren, hätten wir nie vermutet. Vor 1 1/2 Jahren war ja der Tierarzt schon benachrichtigt, dass Yanna eingeschläfert werden müsste. Und dann hat Claudia sie doch noch wieder hingekriegt. Okay, sie spuckt immer noch etwas Blut, aber ansonsten ist sie für ihr Alter mopsfidel. Und dann kam ja auch noch Bobby (vormals Louey) nach zehn Jahren wieder zurück und damit hatten wir wieder vier Hunde.
Zwei Hunde hätten wir während des Urlaubes in eine Hundepension geben können, aber vier Hunde? Völlig unmöglich!
Und so suchten wir für die beiden Urlaubswochen eine andere Beschäftigung.
Das Dach unseres Werkzeugschuppens (acht Quadratmeter groß) war durch ein Unwetter beschädigt worden und es regnete an mehreren Stellen durch. Vor der Reparatur durch den Dachdecker hätten wir den Raum aber besser vorher entrümpeln sollen. Denn nach den Dacharbeiten war der ganze Dreck und Staub vom Dach und der Dachbespannung auf unsere Sachen heruntergerieselt.. Und was da alles unter dem Dreck zu Tage kam, überraschte selbst uns. Wir hatten schon lange den Überblick verloren, was da alles im Laufe der Jahre von uns gesammelt worden war. Wir räumten aus und sortierten und sortierten……..und säuberten natürlich auch alles.
Einen großen Teil brachten wir zur Abfallverwertung, wo wir für alte Kupferfallrohre auch noch Geld bekamen. Prima!
Fünf Tage lang brachten wir jeden Abend einen voll gepackten Kofferraum zu einer sogenannten „Give-Box“ im Nachbarort. Give-Box ist ein kleines Häuschen, wo jeder Dinge deponieren kann, die er nicht mehr braucht und jeder, der von diesen Sachen etwas gebrauchen kann, diese kostenlos mitnehmen darf. Die Sachen, die wir dorthin brachten, waren von so guter Qualität, dass sie schon am nächsten Morgen neue Besitzer gefunden hatten.
Als der Raum endlich leer war, begannen wir mit der Renovierung des 50 Jahre alten und schiefen Gemäuers. Die Dinge, die für uns weiterhin wichtig waren, hatten wir vorher im Fahrradschuppen gestapelt.
Dachlatten wurden gekauft, Nut- und Federbretter ebenfalls. Und dann kam Claudias Urlaub 2.Teil! Zu meiner Überraschung stürzte sie sich sofort mit Feuereifer und mit Begeisterung  in die für sie neue Arbeit.
Zwischendurch hatten wir festgestellt, dass unser Velux-Fenster im Dach des Hauses auch undicht war und so hatte der Dachdecker noch weitere Arbeit.
Als wir unsere Werkstatt top mit Holz verkleidet hatten, drängte sich das Problem auf, was wir mit dem 50 Jahre alten Betonboden machen, der voller Risse und Kuhlen war. An einer Stelle hatten sich sich sogar die Ratten durchgenagt. Nach reiflicher Überlegung entschieden wir, da muss ein Fachmann ran. Der kam, staunte und versprach uns, in den nächsten Tagen zu kommen, um da Estrich zu verlegen.. Wir sind gespannt!

Dienstag, 9.Juli 2019 LETZTE NACHRICHTEN 2 Comments

Für uns ein neues Problem: Epilepsie

Sonntag, 23.Juni 2019

Es war Anfang März. Claudia und mir ging es zu diesem Zeitpunkt gesundheitlich sehr schlecht, da kam auch noch ein Anruf, dass man den Hund Louey nicht mehr halten könne. Wir berichteten darüber bereits vor mehr als drei Monaten.
Die beiden Besitzer des Hundes waren nicht mehr in der Lage mit ihm spazieren zu gehen. Sie selbst wohnen im 2.Stock und nur durch die Freundlichkeit von netten Nachbarn wurde Louey tagsüber mal kurz rausgelassen. Na ja, er wurde zum Entleeren kurz vor’s Haus geführt. Wir konnten noch nach zwei Wochen bei uns beobachten, dass er seine großen und kleinen Geschäfte in kürzester Zeit und in einem Mal verrichtete, sobald er draußen war. Ein Markieren gab es für ihn nicht. Das lernte er aber dann doch schnell, worüber wir und die Sträucher im Garten nicht sehr glücklich sind.
Nach zwei Wochen stellten wir zudem fest, dass Bobby, wie wir Louey inzwischen nannten, an epileptischen Anfällen litt. Wir versuchten zu ergründen, was diese Anfälle auslöste, kamen aber zu keinem Ergebnis. Bei einem Telefongespräch mit den ehemaligen Besitzern mussten wir feststellen, dass diese natürlich von den epileptischen Anfällen des Hundes wussten, diese aber uns gegenüber verschwiegen. Immerhin hatten sie versucht, Louey/Bobby beim Tierarzt behandeln zu lassen, aber ohne Erfolg. Sie meinten sogar, dass sich der Zustand verschlechtert hätte, als er die Tabletten bekam.
Wir hatten so gut wie keine Erfahrung mit Epilepsie bei Hunden. Also bewegten wir uns auf ganz dünnem Eis bei den Versuchen, die Anfälle zu minimieren, die teilweise dreimal wöchentlich auftraten.
Jetzt glauben wir das Mittel gefunden zu haben, dass bei Bobby wirkt: CBD-Öl.
Seit sechs Wochen hat Bobby keinen einzigen Anfall mehr gehabt!

Was ist CBD-Öl?
CBD steht für Cannabidiol. Es ist ein natürliches Konzentrat, das aus den Stängeln  und Samen von Hanf gewonnen wird. Anders als THC ist ist CBD nicht psychoaktiv, macht also nicht high. Dafür soll es positiv für das Immunsystem, die Stimmung, für mehr Energie und auch als Hilfe bei chronischen Krankheiten wirken.
Und dann lasen wir, dass CBD in Brasilien speziell als Medikament gegen Epilepsie zugelassen ist. Wir waren überrascht, denn als wir es bei Bobby einsetzten, wussten wir nichts davon.
CBD gibt es meist als Öl, man kann es aber auch in vordosierten Kapseln einnehmen. Es ist nicht ganz billig, so dass wir es meist in den Niederlanden bei der Drogeriekette Kruitvat kaufen.
Hat Bobby jetzt die Epilepsie ganz überwunden? Das können wir kaum glauben, aber wir wären schon glücklich, wenn diese Anfälle nur noch sehr selten auftreten würden.

Sonntag, 23.Juni 2019 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Sieben neue Welpen auf Thassos

Samstag, 8.Juni 2019

Es gibt auf Thassos sieben neue Welpen – ein Wurf.
Mitte Mai gab es einen Anruf beim ACT. Es würden drei Welpen auf einem Platz in Potamia herumlaufen. Natürlich wurden sie sofort eingefangen und in Jackies Obhut gegeben. Dann hörte man, dass es weitere vier Welpen geben würde. Jemand sprach mit dem Besitzer und offerierte ihm das Angebot, dass der ACT die vier Welpen nehmen würde, wenn er seine Deutsche Schäferhündin, die Mutter der Welpen, kastrieren lassen würde.
Anscheinend entschied er sich für das billigere Angebot und setzte die vier anderen Welpen einfach auf die Hauptstraße bei Aliki. Da mussten sie natürlich schnell weg, damit sie nicht überfahren würden.
Und so war das ganze Welpenrudel bald wieder beim ACT vereint.
Bei FUNDRAZR  können Sie speziell für diese Welpen etwas spenden, denn sie müssen ja medizinisch erstversorgt werden und essen Jackie im Moment die Haare vom Kopf.

Die sieben Welpen können Sie sich unter „Zuhause gesucht“ auf unserer Homepage ansehen.

Samstag, 8.Juni 2019 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Queenie hat ein Zuhause gefunden

Dienstag, 4.Juni 2019

Natürlich hören wir nicht ganz auf mit der Unterstützung für die Hunde auf Thassos. Es ist nur so, dass wir uns aus der Vermittlung heraushalten. Wir setzen weiterhin die Neuzugänge beim ACT Thassos auf unsere Homepage, soweit wir natürlich Nachrichten vom ACT bekommen. Da wir nicht facebooksüchtig sind, benötigen wir diese Extra-Infos.
Auch mit dem Versand von medizinischen Artikeln etc. helfen wir gerne.
Vor einigen Wochen hatten wir eine Anfrage nach Queenie. Der eigene Hund musste vor Monaten eingeschläfert werden und inzwischen war man wieder so weit, sich mit dem Gedanken an einen neuen Begleiter anzufreunden. Also stellten wir die Verbindung zwischen dem ACT auf Thassos und den Interessenten für Queenie her. Und siehe da – es klappte auch ohne uns! Queenie lebt seit ein paar Tagen glücklich und zufrieden bei ihrer neuen Familie. In dem Zusammenhang möchten wir uns auch bei den beiden Flugpaten bedanken, deren Foto wir zufällig  im Internet gefunden haben.
Inzwischen hat man sieben neue Welpen beim ACT. Sieben große Welpen – alle aus einem Wurf.
Wir werden sie in den nächsten Tagen unter „Zuhause gesucht“ vorstellen.
Hier erst einmal die Fotos von Queenie in ihrem neuen Zuhause………..

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Das Ende einer Ära…

Mittwoch, 17.April 2019

…die vor 15 Jahren begonnen hat.

Yanna

Yanna

<—    Yanna,  mit ihr hat die Hilfe für die Thassoshunde begonnen. Sie leistet uns immer noch Gesellschaft und wir sind froh um jeden Tag, den die nunmehr alte Dame bei uns ist ♥

 

 

 

 

 

 

Bobby -vorher Louey- vor wenigen Tagen…

….und als Welpe vor fast 10 Jahren.

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Bobby (Louey), durch seine Rückgabe an uns nach 10 Jahren (!) endet die Hilfe für die Hunde von Thassos.

 

 

 

 

Warum werden Ihr Euch sicherlich fragen? Die Antwort ist einfach: Auch wir -Klaus und ich- haben nur dieses eine Leben. Auch unsere Kraft ist nicht unerschöpflich.

Nach Sandys Leidensweg (auch Sandy war ein ungeplanter Hund…hier abgegeben und nie mehr abgeholt, ihre traumatische Vergangenheit in Bulgarien konnte man nur anhand ihrer Narben erahnen) und letztlich ihrem Tod wurde es bei uns etwas ruhiger und wir haben ganz vorsichtig mal wieder an Urlaub gedacht. Die letzten Jahre war dies nicht möglich, da uns die Vermittlung der Hunde von Thassos -neben aller Freude daran- viel Zeit, Aufwand und Kraft gekostet hat: Vor- und/oder Nachbesuche, Beratung & Betreuung der Familien, manchmal Rücknahmen und Neuvermittlung der Hunde. Schon mehr als einmal haben wir ans Aufhören gedacht, aber zum Wohl der Tiere dann doch weiter gemacht.

Die Rückgabe von Bobby (Louey) nach so vielen Jahren hat uns klar gemacht, dass wir nie zur Ruhe kommen, wenn wir nicht endlich einen Schlussstrich ziehen. Immer und immer wieder dieses Damoklesschwert, was über einem schwebt…ein Rückgabehund…und dann wohin damit? Wir können und wollen keinen weiteren Hund mehr aufnehmen. Wir haben, als klar wurde, dass Bobby nicht weiter bei seiner Familie bleiben konnte, in 15 Tierheimen nachgefragt, ob Bobby dort aufgenommen werden kann und 15 Absagen kassiert. Bei zwei Tierheimen war man so nett uns anzubieten, Bobby auf eine Warteliste zu setzen. Aber unser Gewissen stand uns dann doch im Weg, diesen so liebenswerten Hund einem ungewissen Schicksal zu überlassen oder daran zu denken, dass er seinen Lebensabend im Tierheim verbringt. Bobby hat ausgeprägte Verlassensängste, folgt uns auf Schritt und Tritt…unsere Hunde findet er nett, aber die Nähe zum Menschen ist ihm wichtiger. Wer nimmt schon einen so alten Hund? Sein Alter merkt man ihm zwar nicht an: Er läuft mit federndem Gang, tobt durch den Garten, liebt Ballspielen und Tauziehen mit seinem Stoffknochen, bei Spaziergängen im Wald muss jeder Stock ein Stück mitgenommen werden 🙂 aber sein großes Handicap sind Krampfanfälle (nach Aussagen der alten Besitzer seit der Kastration). Seit er bei uns ist, hatte er bereits mehrere Anfälle, die jedoch nach wenigen Minuten vorüber waren.

Er wird seinen Lebensabend bei uns verbringen. Es sei denn, es findet sich die perfekte Familie…mit Garten und viel Zeit. Alleine bleiben fällt ihm ausgesprochen schwer. Diese Familie via Annonce zu finden ist schwierig. Es gibt drei Plattformen, auf denen man inserieren kann: „Deine Tierwelt“ – perfekt, seriös-, jedoch kaum Klicks auf unsere Annoncen…nur ganz wenige Hunde haben wir hierüber vermitteln können.  „Kalaydo“ -gut gemacht, korrekt-, gleiches Problem wie bei „Deine Tierwelt„. Tja, und dann „Ebay-Kleinanzeigen„…die von uns am wenigsten geliebte Plattform zum Inserieren, aber leider die mit den meisten Klicks…3 bei den anderen…300 bei Ebay-Kleinanzeigen. Die meisten Hunde fanden hierüber ihre Familien. ABER…seit etwas mehr als einem Jahr können wir bei dieser Plattform nicht mehr inserieren. Unsere Anzeigen werden gnadenlos gelöscht. Alle Einwände, alle Nachweise, dass wir die Hundevermittlung ehrenamtlich und ohne jeden Gewinn für uns tätigen, werden ignoriert. Nur wenn wir uns als gewerbliche Anbieter registrieren würden, dürften wir inserieren. Aber wir betreiben nun mal kein Gewerbe, zahlen deshalb keine Gewerbesteuer und werden das auch in Zukunft nicht tun.

Für uns heißt das nun endgültig: Wir hören auf. Wir werden weiterhin  „unseren“ Hundefamilien mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber wir stehen nicht mehr als Vermittler für neue Hunde von Thassos zur Verfügung und wir nehmen keine Hunde mehr zurück! Es waren schöne Jahre und viele Hunde von Thassos haben mit und durch uns ein tolles Zuhause gefunden. Jetzt ist es jedoch an der Zeit auch einmal an uns zu denken!

 Liebe Grüße und von ganzem Herzen ♥ Dank an all‘ die Menschen, die uns über viele Jahre begleitet haben!

 

Mittwoch, 17.April 2019 LETZTE NACHRICHTEN 8 Comments

Mal was zum schmunzeln ☺

Montag, 8.April 2019

Montag, 8.April 2019 LETZTE NACHRICHTEN 1 Kommentar