LETZTE NACHRICHTEN

Hallo – ich bin Kostaki!

Donnerstag, 13.August 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Richtig Kostaki und nicht Souvlaki oder Sirtaki, wie Deutsche mich einmal nannten, weil sie meinen Namen nicht behalten konnten. Wann ich geboren wurde, weiß ich nicht so genau. Später hat ein Tierarzt gesagt, dass es so um den 10. Mai 2018 gewesen sein muss. Das hat er festgestellt, nachdem ich im September 2018 auf der Straße von Panagia/Thassos gefunden wurde. Ich kann mich nur sehr schwach daran erinnern, dass ich mehrere Wochen in einem Haus und einem Garten leben durfte und sogar ein Halsband bekam. Eines Tages setzte sich mein Besitzer mit mir in ein Auto und fuhr um die halbe Insel. Schön, dachte, ein echt interessanter Ausflug. Ich durfte dann aussteigen und etwas herumschnüffeln. Aber ehe ich mich versah, gab mein Besitzer Gas und verschwand.
Weil ich kaum etwas zu essen fand, magerte ich mehr und mehr ab. Ich muss da so vier Monate alt gewesen sein. Glücklicherweise erbarmten sich liebe Menschen meiner und brachten mich zum ACT. Dort wurde ich aufgepäppelt und bekam die notwendige medizinische Hilfe. Im November 2018 wurde mir gesagt, ich sei rundum gesund, gechipt und geimpft und könnte jetzt zu meiner Familie fliegen. Sie können sich sicher vorstellen, dass ich schon ganz gespannt war, wo es hingehen würde.
Ich war so glücklich, dass ich alle Menschen schwanzwedelnd begrüßte. Auch mit anderen Hunden , mit Katzen und Kindern, hatte ich nie Probleme.
Es kam der Winter, der Frühling, der Sommer, der Herbst und wieder der Winter und ich saß noch immer im Gehege beim ACT. So viele andere Hunde wurden vermittelt und gingen auf die große Reise. Für mich hat sich niemand interessiert.
Doch im Frühjahr 2020 hieß es endlich, Kostaki, eine Familie aus Österreich interessiert sich für Dich und Du wirst bald über das Mittelmehr fliegen. Ich hörte, dass ein Flugpate bzw. eine Flugpatin gesucht wurde, die mich nach München oder Wien begleiten würde.
Mann, war ich aufgeregt. Klar, allein mit dem Fluzeug hätte ich das nie hingekriegt, deshalb brauchte ich ja Begleitung.
Wieder vergingen Wochen und Monate und nichts passierte. Eine Krankheit namens Corona kam und es flogen keine Flugzeuge mehr.  Dann kam der Tag, dass man mir sagte, die Familie aus Österreich ist doch nicht die Richtige für Dich. Wir müssen jemand Neues für Dich suchen.
Jetzt bin ich bei Menschen, die mein Gehege besuchen, scheu geworden. Mit Begeisterung begrüße ich Tanja, die Chefin vom ACT, aber anderen Menschen gegenüber bleibe ich jetzt reserviert. Bin wohl zu oft enttäuscht worden.
Ich denke, dass die richtigen Menschen das verstehen und warten können, bis ich ihnen wieder vertrauen kann. Tipp: Leckerlis usw. 😀

Ach ja, hier habe ich noch zwei Jugendaufnahmen von mir im Alter von vier Monaten.

Donnerstag, 13.August 2020 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Juuhuuu :-)

Dienstag, 4.August 2020

Warum diese Freude? Schnell erklärt: Der Hund des Monats März, den wir auf dieser Seite vorgestellt hatten, musste zwar fünf Monate auf sein neues Zuhause warten, aber was sind schon fünf Monate (und natürlich die Zeit -knapp 2 Jahre- vorher, die er schon beim ACT wartet), wenn man dann in ein tolles Zuhause kommt?

Alles, was Yannick braucht, wird er bei dieser Familie finden: Für die Leser unserer Homepage ist die Familie T. keine Unbekannte: Hat sie doch vom ACT bereits zwei Hunde…Zeus (vorm. Floris) und Noah 🙂 Neben den beiden gibt es auch noch die Hündinnen Tiffy und Biene.

Hundeerfahrung und -gesellschaft, (hunde-)sportlich aktiv, viele Schmuseeinheiten…alles was Yannick für ein glückliches Leben braucht.

Am 16. August wird Yannick seine Reise ins ferne Deutschland antreten 🙂

Dienstag, 4.August 2020 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Es ist vollbracht :-)

Montag, 20.Juli 2020

Am 14. Juli war es soweit: Die ersehnte zweite Operation (diesmal der linken Hüfte) stand für mich an. Nachdem die erste OP am 20. Mai den gewünschten Erfolg gebracht hatte, konnte ich den zweiten Aufenthalt im Krankenhaus kaum erwarten.

14. Juli 2020

Auch dieses Mal lief es hervorragend. Dank eines Medikaments gegen Übelkeit, noch während der Narkose, war auch das Aufwachen nicht so schlimm wie bei der ersten OP 🙂

Und das Laufen an Unterarmgehstützen klappt dieses Mal besser 😀

Die Erklärung für die starken Schmerzen auf der linken Seite gab es frühmorgens am Tag nach der OP, als der Operateur vor meinem Bett stand und sich nach meinem Befinden erkundigte: Durch die lange Fehl- bzw. gar nicht stattgefundene -behandlung (siehe auch Bericht zum Thema D-Arzt) nach dem Unfall, welcher den gerissenen Knorpel in den Hüften verursacht hat, konnte sich im Knorpel auf der linken Seite bereits Kalk bilden. Jedem, der sich darunter nichts vorstellen kann, rate ich, sich ein Bild eines Getriebes vorzustellen, in dem sich Sand befindet. Das Getriebe nutzt sich vermehrt ab und läuft unrund. Den passenden Schmerz dazu brauche ich eher nicht beschreiben, oder? 😐

Positiv an der ganzen Sache ist jedoch, dass der Arzt mir sagte, dass ich jetzt nach der Operation damit durchaus 20 Jahre leben kann, ohne dass man an eine künstliche Hüfte denken muss. Hüftbelastende Sportarten sind mir untersagt. Aber meine aktiven Zeiten im Squash, Reiten und Laufen sind zum Teil schon Jahrzehnte her. Fahrradfahren und Schwimmen sind angesagt. Gut, Rad fahren liegt mir sowieso und schwimmen…hmmm… Rettungsschwimmerin wie früher werde ich mit Sicherheit nicht mehr werden, aber mal schauen.

Eine ambulante Reha-Maßnahme wurde noch durch den Sozialdienst im Krankenhaus beantragt. Genehmigung steht noch aus.

Die erste Nacht zu Hause war eine Traum (nunja…lassen wir die im Krankenhaus mal außen vor…furchtbar): Seit so vielen Monaten die erste Nacht ohne Schmerzen, ohne halbstündliches wach werden und nicht wieder einschlafen können.

Noch stehe ich unter dem Einfluss von Schmerzmedikamenten. Einnahme alle acht Stunden (hatte ich aber vor der Operation auch, ohne dass sie wirklich Wirkung zeigten), aber die werden nach und nach reduziert. Die Krücken darf ich ab ca. Mittwoch weglassen. Durch Physiotherapie und die Reha-Maßnahme erhoffe ich mir auch eine deutliche Verbesserung der Verspannungen, die aufgrund der Schonhaltung und vollkommen aus dem Ruder gelaufenen Körperstatik, entstanden sind.

Drückt mir einfach die Daumen! 🙂

 

 

 

 

Montag, 20.Juli 2020 LETZTE NACHRICHTEN 3 Comments

Eine Thassos-Erinnerung!

Montag, 29.Juni 2020

2004 haben meine verstorbene Frau Gabi, Tochter Samira und ich unsere Hündin Yanna von Thassos mitgebracht. Aber nicht nur sie, sondern auch einige Samenschoten von -uns bis dato- unbekannten Bäumen unten am Hafen von Limenaria. Meines Erachtens war es damals Anfang Juni und diese Bäume standen teilweise in Blüte.
Wir waren von den Bäumen begeistert, und da diese Baumart die Früchte (35 cm lange Schoten) bis ins nächste Jahr trägt, mussten wir nur ein bisschen springen, um einige dieser Schoten pflücken zu können.

Mit unserem Welpen Yanna und den Samen der Bäume traten wir dann Wochen später den Rückflug nach Deutschland an.
Natürlich waren wir uns nicht sicher, ob diese Erinnerung an Thassos hier am Niederrhein wachsen würde. Aber sie tat es.
Dieser Baum ist jetzt also 16 Jahre alt. Vor vier Jahren bildeten sich die ersten Blüten. Wir waren begeistert.

2012 flog ich mit Claudia das erste Mal nach Thassos. Diesmal ohne Samira, die mit 19 Jahren schon ihre eigenen Wege ging. Natürlich brachten wir auch von diesem Urlaub einige Samenschoten mit. Inzwischen wussten wir, dass man diese Bäume als Catalpas bezeichnet. Sie gehören zu den Trompetenbaumgewächsen. Der wissenschaftliche Name des Exemplars, welches in unserem Garten so prächtig wächst, lautet: Catalpa bignonioides 🙂

Und auch dieses Mal klappte es mit der Anzucht. Acht Jahre ist jetzt diese Catalpa alt. Natürlich bildet sie noch keine Blüten, aber wir sind sicher, dass das nur eine Frage der Zeit ist.

Im letzten Jahr haben wir von unserer „alten“ Catalpa Samenschoten gesammelt und in diesem Frühjahr einige Bäumchen angezogen. Zumindest haben wir es versucht und es hat teilweise geklappt. Nur teilweise? Ja! Blattläuse hatten die zarten Pflänzchen (ich weigere mich, sie schon Bäumchen zu nennen) befallen und wir benutzten ein natürliches Mittel, um diese zu entfernen. Aber die kleinen Catalpas nahmen es uns trotzdem übel und einige verkümmerten.
Aber was soll’s! Wir wollen ja auch nicht das ganze Grundstück mit diese Bäumchen bepflanzen.
Nach zwei Monaten und unserem Anti-Blattlaus Programm sieht das kleine Bäumchen/Pflänzchen so aus:

 

 

 

P.S.
Und wenn Sie nach Yanna fragen: Sie existiert auch noch. Im August wird sie 16 1/2 Jahre alt. Yanna lebt seit 3 Jahren freiwillig, im Sommer wie im Winter, draußen in ihren zwei Hundehütten. Bei der großen Hitze in den letzten Jahren litt sie sehr unter ihrem dicken Fell und der Unterwolle. Deshalb zogen wir dieses Jahr eine neue „Frisur“ in Erwägung: Die Hundefriseurin freute sich über die sehr ruhige und entspannte alte Dame und – tatsächlich – Yanna, unser „Nackthund“, lebte richtig wieder auf.

Montag, 29.Juni 2020 LETZTE NACHRICHTEN 2 Comments

Καλό ταξίδι – Kalò Taxìdi – Goede reis Joop !!

Samstag, 13.Juni 2020

„It is with deep sadness that we announce the death of our Secretary, Joop van Egmond on June 4th 2020.
He died peacefully at home after a long illness which he bore with great courage and dignity.
Joop was one of the original founder members of ACT and was totally committed both to the organisation and the animals which it helps. He worked tirelessly behind the scenes, transporting dogs to airports, our trade stand to various selling events and assisting with our building projects. Amazingly, he even found time, with Tanja, to foster dogs which were too old or unwell to leave the island, as well as feeding and exercising the dogs in our enclosure in Kalivia. And of course we must not forget all the cats that he helped with !
So, old friend, rest in peace and take our love and gratitude with you.

In tiefer Trauer erhielten wir Kenntnis vom Tod des ACT-Gründungsmitglied Joop van Egmond am 4. Juni 2020.
Er starb friedlich zu Hause nach einer langen Krankheit, die er mit großer Geduld und Würde ertrug.
Joop war eines der Gründungsmitglieder von ACT und engagierte sich sowohl für die Organisation als auch für die Tiere, die Hilfe brauchten. Er arbeitete unermüdlich hinter den Kulissen, transportierte Hunde zu Flughäfen, brachte unseren Verkaufsstand zu verschiedenen Verkaufsveranstaltungen und half bei unseren Bauprojekten. Erstaunlicherweise fand er mit Tanja sogar Zeit, Hunde zu pflegen, die zu alt oder zu krank waren, um die Insel zu verlassen und auch die Hunde in unserem Gehege in Kalivia zu füttern und zu trainieren. Und natürlich dürfen wir die ganzen Katzen nicht vergessen, bei denen er auch engagiert war!
Also, alter Freund, ruhe in Frieden und nimm unsere Liebe und Dankbarkeit mit.“

Für diejenigen, die Joop nicht kennen: Er war der Gatte von Tanja, die ANIMAL CARE THASSOS gründete. Wir wussten seit langer Zeit von seiner Krankheit. Trotzdem ist es dann ein Schock, wenn einen die Nachricht seines Todes plötzlich erreicht.

Samstag, 13.Juni 2020 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Der D-Arzt! Durchgangsarzt? Oder D wie Depp??

Donnerstag, 28.Mai 2020

Klaus ist der Meinung, es sei mal wieder an der Zeit, dass ich was schreibe. Tja, nur was?  Mir fehlte in den letzten Wochen, ja fast Monaten, die Energie dazu.

Zum Thema Igel auswildern hat ja bereits mein Herr Gemahl alles geschrieben. Vielleicht hat er noch nicht erwähnt, dass vergangenen Dienstag drei weitere Igel unsere illustre Gesellschaft der Stacheltiere bereichert haben: Mini, Oleg und Arno 🙂  Muss ich erwähnen, dass es uns etwas schwerfällt zu unterscheiden, wer wer ist, sobald die Herren und Damen erst einmal ihre Wohnsitze (also ihre liebevoll gezimmerte Häuschen) verlassen haben 😀

Was kann passiert sein, dass mir, Claudia, die Energie fehlt? Ich, die sonst eigentlich selten mal still sitzen kann und immer danach sucht, was an Haus und Garten zu reparieren oder zu verschönern ist?

Angefangen hat es mit einem unschönen Abgang auf der Treppe einer Kundin. Ich habe danach zwar noch den letzten Kunden angefahren und eine Kollegin war so lieb, noch einen meiner Kunden zu übernehmen, aber danach war auch Schicht im Schacht. Die Schmerzen waren einfach zu stark. Da das Ganze während der Ausübung meiner Arbeit passierte, gilt es BG-Fall und demnach war am nächsten Morgen der Besuch beim Durchgangsarzt angesagt 😐

Tja, was soll ich sagen oder schreiben? Die Lang- oder Kurzversion? Ich fange einfach mal an und sehe am Ende, welche Version es geworden ist 😀 Bei vier Terminen, welche ich bei diesem Arzt hatte, betrug die Gesamtzeit aller Untersuchungen sage und schreibe 10 Minuten !! Es gab zwei MRT meiner Lendenwirbelsäule beim Radiologen, eine Röntgenaufnahme der linken Hüfte und des linken Knies in der Praxis selbst, Schmerztropfen, das Angebot einer Injektion ins Kreuzbeingelenk und nach jedem Termin eine AU-Arbeitsunfähigkeitsbescheinung. Kostenlose und sehr bereitwillige Beigabe waren Arroganz, Unfreundlichkeit und die absolut herablassende Bemerkung, dass „Pflegekräfte ja froh sind, wenn sie mal nicht arbeiten müssen“.

Diagnose?  MRT der Lendenwirbelsäule ohne Befund. Also wurde eine Stauchung derselben angenommen, Röntgenaufnahme linke Hüfte ergab einen „altersentsprechenden beginnenden Verschleiß“, linkes Knie vollkommen in Ordnung. Nicht als Ursache für meine immer schlimmer werdenden Schmerzen anzunehmen. Injektion ins Kreuzbeingelenk habe ich abgelehnt, nachdem man mir keine plausible Erklärung hierfür geben konnte. Am 18. Februar sagte mir der so „freundliche und absolut fähige Orthopäde von D-Arzt“, dass ich ab dem nächsten Tag wieder arbeiten gehen darf. Würde ich sehr gerne machen, habe ich erwidert, da ich meine Arbeit ausgesprochen gerne ausübe und mir sowohl die Kunden als auch meine KollegInnen fehlen, aber ich beim besten Willen nicht wüsste, wie ich das aufgrund meiner Schmerzen bewerkstelligen soll. Der schmerzbedingte Schlafmangel war zwischenzeitlich zur Folter geworden. Entnervt hieß es seitens des Mediziners, dass ich dann jetzt eben einen Termin in der BG-Klinik in Duisburg bekommen würde. Aus seiner Sicht war ich austherapiert, er „könne nichts mehr für mich tun“. Es gab „kulanterweise“ noch eine AU bis zum Termin am 3. März in Duisburg -freundlicherweise von der Sprechstundenhilfe des D-Arztes vereinbart, die ständig bei mir (?) rückfragen musste, worum es denn geht.

In der BG-Klinik gab es dann zum ersten Mal ein offenes Ohr, eine körperliche Untersuchung und die Diagnose, dass bei dem Unfall wohl auch der Ischiasnerv in Mitleidenschaft gezogen wurde, aber da müsse ich mich eben in Geduld üben. Und da man hier und heute (die 42-Tage-Frist war ja vorüber) den Fall schließen wird, da ja laut der beiden MRT „kein knöcherner Schaden vorliegt“, müsse ab sofort der Hausarzt alles weitere übernehmen….Medikation, Arbeitsunfähigkeitsbescheinung -solange dies noch notwendig sei. Dankenswerterweise bekam ich zum ersten Mal eine Verordnung für Physiotherapie. Meine Bitte hierfür hatte der Durchgangsarzt immer abgelehnt, da „dies nichts bringen würde“.

Die verordnete Physiotherapie war zu diesem Zeitpunkt der Strohhalm, nach dem ich griff. Ich wollte nur, dass diese Schmerzen aufhörten, ich endlich mal wieder länger als 2-3 Stunden (und die nicht mal am Stück) schlafen konnte. Schmerzmittel -mittlerweile aus der Gruppe der Opiate- ließen leider viel zu schnell in der Wirkung nach. Ich versuchte es mit Fahrrad fahren: Es gab mir zumindest das Gefühl, mich etwas bewegen zu können. Es ließ das Gefühl aufkommen, dass meine Beine doch noch zu mir gehörten, nachdem vor allem das linke Bein kraftlos war.

Mitte April war ich nur noch ein durch Schlafmangel und Schmerz geplagtes Nervenbündel. Ich bat meinen Hausarzt -ohne den ich in der ganzen Zeit aufgeschmissen gewesen wäre- um ein MRT vom Becken. Bereitwillig gab er mir die von mir gewünschte Überweisung für selbiges. Dank der derzeitigen Krisenlage bekam ich einen zeitnahen Termin am 24. April, einem Freitag. Ein Gespräch oder einen Befund gab es an diesem Tag jedoch keinen. Den Befund durfte ich mir netterweise am darauffolgenden Montag in der radiologischen Praxis abholen.

Tja, was soll ich sagen? Während ich hier sitze und diesen Artikel schreibe, schaue ich auf die beiden Pflaster an meiner rechten Hüfte. Pflaster? Ja, sie decken die Nähte ab, welche nach der Arthroskopie (Hüftspiegelung) in Vollnarkose (in einer Spezialklinik in Geilenkirchen) notwendig waren. Diese Art der Operation war notwendig, um den gerissenen Knorpel im und am rechten Hüftgelenk zu reparieren und zu glätten. Zwei Nächte im Krankenhaus waren damit ebenso verbunden, wie eine Woche mit Unterarmgehstützen (Krücken) und duschen mit Duschstuhl (den ich eigentlich nur aus meinem Arbeitsalltag in der ambulanten Pflege kenne). Die linke Hüfte wird auch noch in Angriff genommen, wenn die rechte Hüfte vollständig abgeheilt ist. Ach so ….der Muskelfaserriss im großen Gesäßmuskel wird natürlich von alleine heilen.

Ich kann an dieser Stelle -natürlich war ich auch heute persönlich in der Praxis 🙂 – nur von ganzem Herzen meinem Hausarzt -Helmut Hochheimer- und seinem Team danken: Ohne ihn und seinem Engagement wäre ich nicht da, wo ich heute bin !!! An einem Punkt, wo ich wieder Lebensqualität empfinde und sehe, dass es aufwärts geht !!!!

Donnerstag, 28.Mai 2020 LETZTE NACHRICHTEN 2 Comments

Thassoshunde und Schwalmtaligel

Mittwoch, 13.Mai 2020

Auf Thassos sitzen eine ganze Anzahl Hunde in den Startlöchern und hoffen auf die Freigabe des Flugverkehrs nach Kavala oder nach Thessaloniki.
Und zur gleichen Zeit warten Familien in den Niederlanden und in Österreich auf ihre vierbeinigen neuen Familienmitglieder. Wenn man endlich wieder fliegen kann, werden sich bestimmt bald Flugpaten finden, die dann mit Aegean Airlines fliegen werden. Eurowings ist ja nicht in der Lage, Tiere zu transportieren. Es sei denn, sie passen in eine Katzenbox hinein und dürfen dann im Passagierraum mitgeführt werden. Die Beschränkung auf max. 7 kg  ist noch ein zusätzliches Hindernis.

Aber was hat sich hier getan?
Von den sieben Igeln, die vor zwei Wochen ihren Standort auf unserem Grundstück bezogen, sind tatsächlich fünf Stachler schon ausgezogen. Das sollten sie ja auch, denn sie sind ja zum Auswildern hier. Zum freiwilligen Auswildern.
Sie bekommen jeden Tag einen Esslöffel Nassfutter und Brekkies ins Futterhaus und auf der Wiese verstreut.
Vor zwei Tagen hatte ich das Glück, einen der Igel 90 Minuten lang beobachten zu dürfen. Einer unserer Hunde hatte ihn aufgestöbert und verbellt.
Erst musste ich dem Hund erklären, dass der Igel keine Gefahr für uns alle darstellen würde und so nach 2 – 3 Minuten konnte ich ihn auch davon überzeugen und er stellte das Bellen ein.
Der Igel zog daraufhin weiter und erkundete mit kleinen Kreisen das Grundstück. Ob er dabei Nahrung gefunden hat, weiß ich nicht. Amphibien scheinen allerdings auch zu den Igel-Spezialitäten zu gehören, denn wir fanden einen Tag vorher eine Kröte, die am Kopf und am Bein verletzt war.
NEIN – Wir benutzen keinen Mähroboter, der nachts alleine durch den Garten fährt. Und auch unser Benzin- Freischneider  steht noch originalverpackt und unbenutzt in der Werkstatt. Auch wird das Gras mit dem Rasenmäher bei uns stets in höchstem Abstand zum Boden gemäht.
Aber zurück zum Igel, der da am hellen Vormittag im Garten herumlief. Er bewegte sich nach einer Stunde in Richtung seiner Behausung, was mich erfreute, denn richtig warm war es draußen bei der Igelbeobachtung nicht.
Jetzt muss ich noch etwas erklären. Zwischen unserem Hauptgrundstück und dem Gänsegehege mit Holzzaun haben wir einen sogenannten Blühstreifen angelegt. Auf ca. 6 m Tiefe und mindestens 30 m Breite, darf und kann da wachsen und blühen, was will. Dort wird nicht gemäht.
Diesen Streifen musste der Kleine (oder die Kleine?) auf dem Hinweg durchquert haben, aber jetzt fehlte ihm die Traute. Eine halbe Stunde rannte er hin und her. Viermal versuchte er seine Nase durch die hohen Gräser, Blumen und Sträucher zu schieben. Aber viermal kehrte er nach einem halben Meter wieder um.
Mir tat er dann endlich leid und ich nahm ihn ganz vorsichtig auf (Lederhandschuhe), durchquerte mit ihm den Blühstreifen und setzte ihn in der Nähe des Futterhäuschen ab.
Ich hatte nicht unbedingt Lust, alle Häuschen zu kontrollieren, welches im Moment leer stand. Das sollte er selbst suchen.

Der Blühstreifen – das unüberwindliche Hindernis für den kleinen Igel

Einen verletzten, fremden Igel mussten wir auch schon begutachten, der am hellichten Tag bei unseren übernächsten Nachbarn herumlief. Empfehlung unsererseits: Er gehört in die Hände eines Tierarztes, der ihn jetzt auch behandelt hat. Kopfverletzung – nach unserer Ansicht und auch der des Tierarztes verursacht durch einen Mähroboter. Der Kleine (er wog gerade mal 550 g) bekommt jetzt jeden 2. Tag eine Spritze mit einem Antibiotikum. Die Wunde wurde gesäubert, Dreck und Maden entfernt. Die Flöhe selbstverständlich auch. Bis zur seiner -hoffentlich vollständigen- Genesung wird er die fürsorgliche Versorgung unserer Nachbarn genießen 🙂

 

Sechs neue Anwärter sind wieder dazu gekommen. Also beherbergen wir jetzt acht Igel: Rosinchen, Manfred, Hanna, Igelinchen (aus dem ersten Auswilderungssatz 🙂 ), Münze, Gustav, Tina (kam zusammen mit Igelinchen) und Kobold.

Mittwoch, 13.Mai 2020 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Igel ausgewildert – das erste Mal!

Mittwoch, 29.April 2020

Claudia präsentiert Spike

 

Sommerhaus von Igel „Iwan“.

 

 

 

 

 

 

Es war der 23.November, da schrieben wir hier, dass wir einen kleinen Igel in unserem Garten gefunden haben. Claudia nannte ihn Spike. Da es Mitte November war und der kleine Kerl nur 257 Gramm wog, informierten wir uns erst im Internet, was zu tun wäre. Da wir gar keine Erfahrungen mit kleinen Igeln hatten, beschlossen wir, ihn in die Hände einer Igelstation zu geben, was nicht ganz einfach war, weil diese immer total überfüllt sind.
Doch dann meinte eine nette Dame, wir sollten ihr den kleinen Kerl bringen. Nachzulesen ist die ganze Geschichte unter „Letzte Nachrichten“ vom 23. November und am 5. Dezember.
Wir versprachen damals, bei der Auswilderung der kleinen Igel im Frühjahr Hilfestellung zu leisten. Wir haben ein großes Grundstück im Wald, von dem die kleinen Igel ihre ersten Ausflüge unternehmen können, ohne auf der nächsten Landstraße überfahren zu werden.
Wir benutzen auch keinen Gartenroboter, der selbsttätig den Rasen schneidet und damit oft genug kleine Igel verletzt. Das erfuhren wir auf der Igelstation.
Was genau so gefährlich ist, sind Freischneider, also diese Sensen, die heute meistens elektrisch oder mit Benzin betrieben werden.

Häuschen von Igel Tim

Angekokelter Igel

Da wir schon mal bei für Igel gefährlichen Dingen sind, möchte ich auch noch die Reisig- bzw. Abfallhaufen erwähnen, die für Igel ideale Verstecke sind. Auch für den Winterschlaf benutzen sie sie gerne. Viele Gartenbesitzer verbrennnen diesen „Abfall“ dann mitsamt der Igel im Frühjahr. Auch die Osterfeuer sind für die kleinen Stacheltiere sehr gefährlich und eigentlich nicht nur für diese.

Einschieben möchte ich noch folgende Information: Wenn ein junger Igel im Herbst weniger als 400 -500 Gramm wiegt, wird es für ihn im Winterschlaf problematisch werden. Dann wenden Sie sich bitte an eine Igelstation, die allerdings meist restlos überfüllt ist. Und noch etwas. Igelstationen sind keine Stationen, wie Sie es sich vielleicht vorstellen. Es sind private Initiativen meist einzelner Frauen, die allerdings ein kompetentes Wissen und Erfahrung haben.

Immer wieder bekamen wir Nachricht von der Igelstation, wie es unserem ehemaligen Schützling geht. Wie wir erfuhren, schien er einer der agilsten zu sein und vom Winterschlaf wenig zu halten.
Und so kam es, dass wir am Sonntag, 26.04. angekündigten Besuch bekamen. Zwei weibliche Wesen mit Igelhäuschen, Futter, Futterschalen etc. und………….sieben Igel.
Erst mussten wir natürlich gemeinsam das Terrain sondieren. Wie erwartet entschied frau sich für den Teil des Grundstücks, der von Anton und Anja bewohnt wird. Wer das ist? Unsere beiden asylberechtigten Gänse, die uns eine junge Dame vor ca. 14 Jahren angedreht hatte. Angeblich hatte sie keine Zeit mehr für die beiden Tiere. Da sie einen der ersten Welpen von Thassos bekommen hatte (einen ganz Besonderen!) und ich nicht ahnte, wie alt Gänse werden können, sagte ich zu.
Anja brütet zwar und sitzt momentan auf vier Eiern, die wir ihr dieses Jahr ausnahmsweise gelassen haben. Früher hat sie 20-30 Eier gelegt, aber sie ist ja jetzt auch schon 22 Jahre alt.

Zusammen suchten wir also geeignete Plätze für die Igelhäuschen unter irgendwelchen Büschen und Sträuchern. Sie wurden mit Stroh aufgefüllt und unsere kleinen Gäste hineingesetzt. Vor die Öffnungen wurde etwas Nassfutter gelegt und auch Trockenfutter gestreut, damit sie etwas finden können, falls sie das größere Futterhaus erst später entdecken.
Ich merkte mir die Namen der Bewohner vom linken Häuschen beginnend: Tim, Emma, Spike, Igelinchen, Henry, Tina, Iwan.
Nein, auf ihre Namen hören sie nicht und falls ich ihnen im Gras begegnen werde, bezweifel ich, sie unterscheiden zu können 😉

Mittwoch, 29.April 2020 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare

Coronazeiten

Donnerstag, 9.April 2020

Ich kann es ja schon nicht mehr hören oder sehen. Ich schlage die Zeitung auf und möchte Dinge lesen, die in der Welt passieren. Was lese ich. Corone, Corona, Interviews und neue Statistiken. Ich weiß ja, dass die US-Amis so geil auf Statistiken sind, aber mich interessieren sie nicht sonderlich. Die Zahlen sind nicht zu vergleichen, weil zu unterschiedlich gezählt wird. Da gibt es Länder, die zählen jeden Toten, andere zählen nur diejenigen, die im Krankenhaus verstorben sind.
Man müsste jeden Verstorbenen testen, ob er infiziert war und………ob er auch tatsächlich am -oder nur mit dem- Virus gestorben ist. Wer hat dafür die Zeit? Wer will es überhaupt?
Ist eine maßvolle Durchseuchung der Gesellschaft nicht wichtiger, damit die Industrie wieder anlaufen kann? Ach, man macht sich schon Gedanken…

Also lege ich die Zeitung weg und schalte den Fernseher an. Im günstigsten Fall folgt ein Kommentar irgendeines Wissenschaftlers über die Corona-Krise, im ungünstigsten Fall das Statement eines ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesfinanzministeriums, der ständig vor die Fernsehcameras drängt und sich zu viel Höherem berufen fühlt. Ach ja, Spahn heißt er.
Ich klicke den internen Prorammführer des Fernsehers an: Der beginnt bei mir mit der ARD, dann ZDF, ARTE, 3Sat und Phoenix. Normalerweise finde ich da immer etwas, was mich interessiert. Aber das wird jetzt auch immer schwieriger. Da ist auch schon der Wurm, nein das Virus, drin.
Bleibt also noch das gute alte Radio……………..mit Nachrichten über………………….Sie wissen schon. Zumindest gibt es zwischendurch Musik 🙂

Jetzt hat man festgestellt, dass das Virus von Menschen auch an Katzen weitergegeben wird. Na, da werden sich die Vögel aber freuen. Hunde sind nicht betroffen. Ein Lichtblick.

Es interessiert sich eine Familie für Yacco, die Nr.305. Ich werde in der nächsten Woche mal einen Vorbesuch  machen. Natürlich ganz vorsichtig. Ich gehöre schließlich zur Risikogruppe: Mein Alter (verschämt nenne ich es nicht 😉 ) und dann auch noch Diabetes.  Also bleibt alle gesund!!

P.S. Uns geht es gut. Kein Wunder mit Haus und großem Grundstück im Wald kommt keine Langeweile auf. Nur abendliche Restaurantbesuche fehlen uns.
Der Text passt ja eigentlich gar nicht zur derzeitigen Situation, aber grinsen oder lächeln ist erlaubt.

Donnerstag, 9.April 2020 LETZTE NACHRICHTEN 3 Comments

Es trifft auch Hunde auf Thassos

Sonntag, 22.März 2020

Nein, natürlich überträgt sich dieser unsägliche Virus nicht auf Hunde. Aber ein halbes Dutzend Hunde warten beim ACT, dass sie nach Deutschland oder Österreich fliegen können. Aber wie soll das gehen, wo der ganze Flugbetrieb eingestellt ist?
Noch schlimmer: Für Menschen, die nicht ihren ersten Wohnsitz auf Thassos haben, gilt zur Zeit ein Verbot, die Insel überhaupt zu betreten. Warum? Weil es auf Thassos noch keinen Corona-Fall gibt. Und das soll möglichst so bleiben.
Warten wir also darauf, dass auf Thassos lebende Menschen mal wieder Sehnsucht bekommen, Deutschland, Österreich oder die Niederlande zu besuchen. Aber dazu muss das Flugverbot in Europa wieder aufgehoben werden, was wohl noch einige Wochen dauern wird.
Pech für unsere Hunde, die doch so sehr eine Familie brauchen.
Hoffentlich springt niemand ab und wartet trotzdem auf seinen neuen Vierbeiner, der sich auch über eine kleine Spende für’s Futter freuen würde.

Sonntag, 22.März 2020 LETZTE NACHRICHTEN Keine Kommentare