Archiv 13.Dezember 2020

Wenig Neues im Lockdown

Sonntag, 13.Dezember 2020

Es ist ruhig geworden. Der Herbst, der Winter und….. der Lockdown. Um 16 Uhr ist es bereits dunkel und morgens wird es erst gar nicht richtig hell. Jetzt leben wir wirklich in so einer Art Blase.
Die Höhepunkte des Tages sind die Einkäufe, die man tätigen muss. Dabei überlegt man, welche Zeit am günstigsten ist, um nicht so viele Leute zu treffen. Man versucht im Supermarkt anderen Menschen auszuweichen, aber trotzdem wird mir irgendein Trottel über die Schulter greifen, wenn ich vor einem Regal stehe, um etwas herauszunehmen. An der Kasse dann das nächste Gedränge. Weil unbedingt jemand schon etwas auf das Laufband legen muss, obwohl noch zwei Kunden vor der Kasse warten, rückt mir wieder jemand von hinten auf die Pelle. Nein – es sind nicht die jungen Leute, über die soviel geschimpft wird. Meist sind es Männer, mittelalt bis alt.
Habe ich jetzt tatsächlich geschrieben, dass so etwas zu den Höhepunkten des Tages gehört? Ja, hab ich! Weil es tatsächlich so ist.
Gibt es noch andere Höhepunkte in dieser Zeit?
Ja, die Post. Man wartet zwischen 11.30 Uhr und 14.30 Uhr auf den Briefträger, der sich hier mit seinem Postauto schon  frühzeitig ankündigt. Das Gerumpel des merkwürdigen Elektrogefährts auf unserem Waldweg ist schon einen Kilometer vorher zu hören. Wenn wir ihn da nicht hören, hören ihn aber in jedem Fall unsere Hunde und sie bestätigen jeden Tag wieder, dass der Briefträger der größte Feind ist. Warum eigentlich? Sie müssten doch merken, dass man sich auf den Briefträger freut und ihn freundlich begrüßt! Aber nein – jeden Tag wird er mit infernalischem Bellen in Empfang genommen. Von den Hunden Ruhe einzufordern, erübrigt sich. Sie sind in dem Moment wie in einem Rausch. Fährt das Postauto dann wieder weg, geht das wilde Bellen in ein freudiges Gekläffe über. Der Feind ist verjagt!
Das Füttern der Hühner, der Gänse und der Hunde, sowie das Auffüllen der vier Vogel-Futterstellen würde ich ich, genauso wenig wie das Säubern des Hühnerstalles, als Höhepunkt des Tages bezeichnen.

Unser neues Gartentor – eine Spezialanfertigung

Vor einer Woche gab es noch Spaziergänge mit allen Hunden, wobei auch Yanna ohne Probleme daran teilnehmen konnte. Ich glaube sogar, dass sie mit ihren fast 17 Jahren weniger Probleme hatte als ich 😀 Da Bobby, der Hund, der nach zehn Jahren zu uns zurückkam, gerne frei läuft (er bleibt auf den Wegen und jagt nicht im Wald herum), ist es jetzt vor Weihnachten problematisch, da der Jagdpächter und eine Anzahl Sonntagsjäger den Wald durchstreifen und Hochsitze belegen,  um mit dem Verkauf von Reh- / Wildschweinfleisch ihr Weihnachtsfest zu verschönern. Die Lust am Schießen dieser Personen könnte dann für Bobby tödlich enden. Aber nicht nur für ihn, sondern hier auch für Fuchs und Dachs, wie mir vor ein paar Tagen stolz einer dieser Psychopathen erklärte. Die Bauern beschweren sich über die derzeitige Mäuseplage, dabei besteht die Nahrung vom Fuchs zu 90% aus Mäusen…schießt man aber jeden Fuchs über den Haufen…nunja: Die Intelligenz dieser grünen Lodenträger scheint im umgekehrten Verhältnis zu ihrer Schießwut zu stehen.

Als Letztes fällt mir jetzt noch das gemeinsame Frühstück und Abendessen zu Hause noch als Höhepunkt ein 🙂

Gibt es irgendetwas Neues bei uns? Ja, von einem Tierschutzverein erhielten wir ein Pärchen Laufenten zur Pflege. Das ging auch 14 Tage gut. Dann begann der Erpel (!) unseren alten Ganter Anton zu attackieren, biss sich ständig an dessen Schwanzfedern fest. Der Ganter versuchte panisch zu fliehen, stolperte dabei aber und fiel ständig auf die Nase.
Dem Ausreisewunsch des Laufenten-Paares haben wir stattgegeben und sehr schnell ein neues  Zuhause gesucht.

Nach sechs Wochen haben wir auch endlich unser neues Gartentor für unser Grundstück. Es war eine notwendige Spezialanfertigung, da die heutigen Gartentore andere Maße haben, als das alte Tor, das 36 Jahre alt war.

Drei Rollos im Wohnzimmer

Wegen der im Winter tiefstehenden Sonne haben wir uns drei Rollos im Wohnzimmer angeschafft, damit wir diese bei Bedarf herunterziehen können. Nach 36 Jahren schon eine gute Idee! 😉

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